12. Göttinger Entenrennen: Der Countdown läuft
Der Countdown für das 12. Göttinger Entenrennen läuft. Foto (Archiv): Iben

12. Göttinger Entenrennen: Der Countdown läuft

Göttingen. Nur noch wenige Tage, dann wird sich der Leinekanal zwischen Goetheallee und Waageplatz wieder gelb einfärben. Der Grund: Auch in diesem Jahr veranstalten die Lions Clubs Göttinger Sieben und Hainberg ein Entenrennen. War das erste Rennen nach 2004 im vergangenen Jahr schon ein Erfolg, soll dieser am kommenden Samstag, 12. Juli, getoppt werden.

Bis zum Jahr 2004 ist dieses Event zehnmal von der Werbegemeinschaft Einkaufszentrum Carré an gleicher Stelle veranstaltet worden. Jetzt haben die Göttinger Lions den Förderverein „Göttinger Entenrennen e.V.“ ins Leben gerufen und führen unter Mitwirkung des BLICK die beliebte Veranstaltung fort. Die zwölfte Auflage startet am Samstag um 11 Uhr mit dem ersten Rennen und wird um 15 Uhr mit der finalen Siegerehrung beendet sein. „Wir wollen den Erfolg des Rennens aus dem Vorjahr übertreffen“, gibt Organisator Dieter Olowson zu Protokoll. Um diesen Wunsch wahr werden zu lassen, ist das Spektakel in den vergangenen Wochen und Monaten umfangreich vorbereitet worden. Mitglieder der Clubs sowie deren Jugendorganisationen trafen sich im Grillhaus von Börner Eisenacher, um schließlich im Akkord die Enten für den Verkauf vorzubereiten. Olowson: „Wir freuen uns, dass wir durch die Hauptsponsoren GöStrom und Städtische Wohnungsbau sowie die vielen weiteren Sponsoren das Rennen realisieren können.“

Siegerehrung nach jedem Rennen

Die vergangenen Jahre haben es gezeigt: Entenrennen sind nichts für schwache Nerven. Zwar als nettes Jahres-Highlight für die ganze Familie bekannt und beliebt, entwickeln sich vor Ort regelrecht hitzige Wettkämpfe: Sind die Gummienten unter lautem Geschnatter ins spritzige Nass entlassen worden, ertönt ein Feuerwerk aus Anfeuerungen, wie man es sonst nur bei brasilianischen WM-Spielen erlebt. Haben die Leute ihre Enten erst einmal entdeckt, laufen sie in Augenhöhe nebenher und im Kopf den Wunsch, die Strömung möge das eigene gelbe Federvieh zum Sieg verhelfen. Eine Siegerehrung nach jedem Rennen soll die Wartezeit bis zur finalen Siegerehrung um 15 Uhr verkürzen.

Die Enten gibt es bis zum Renntag bei Tode (Prinzenstraße 5), bei der Sparkasse Göttingen (Spotfiliale am Carré) und dem Stand der Leos am Campus der Universität für jeweils fünf Euro. Wer allerdings partout auf den letzten Drücker zum Rennenten-Besitzer werden möchte, der hat zusätzlich die Möglichkeit, sich am Samstag, dem Renntag, vor Ort ein Schwimmtierchen zu sichern. Und der Einsatz lohnt sich, denn es warten attraktive Preise für die schnellsten Enten vom Reisegutschein über ein Wochenende mit einem BMW-Cabrio bis hin zu Wurstpaketen und Tanzkursen.  „Und selbstverständlich wird die alte Tradition beibehalten, an die hübscheste Ente einen Sonderpreis zu vergeben. Dabei unterscheiden wir in diesem Jahr zwischen ‚Models‘ und ‚Themenlandschaften‘“, so Olowson. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Fantasie beweisen auch die Veranstalter. So wird es am kommenden Samstag ein Sonderrennen geben: „Pimp My Duck“. Bei diesem Rennen ist es erlaubt und erwünscht, die eigene Ente kreativ mit einem Zusatzantrieb auszurüsten. Fast alle An- und Einbauten sind erlaubt. Da aber in die kleinen Enten kein An- und Einbau möglich ist, haben die Veranstalter große Enten organisiert. Diese warten im Göttinger Hobbycenter, Maschmühlenweg 40 auf neue Besitzer. 18.000 Euro Überschuss hat das Entenrennen im vergangenen Jahr ergeben. Dieser Erlös ist gespendet worden. So soll es auch in diesem Jahr sein. Zu den Begünstigten zählen beispielsweise das Operative Kinderzentrum, an dem mehrere Kliniken beteiligt sind, Glocken für St. Albani sowie Pfadfinder- oder auch Jugendfeuerwehr-Organisationen.r

Authored by: Maren Iben