Serie über die Mitarbeiter der Göttinger Werkstätten, Teil 3
Heidrun Richter in ihrem Element: Sie steht auch zu Hause gern am Herd und zaubert leckere Gerichte. Foto: Fricke

Serie über die Mitarbeiter der Göttinger Werkstätten, Teil 3

Göttingen. Die Göttinger Werkstätten betreiben an verschiedenen Standorten in Göttingen Gastronomie- und Versorgungseinrichtungen, in denen Menschen mit Behinderung auch außerhalb der Werkstätten arbeiten können. Der BLICK stellt in loser Folge einige von ihnen vor.

Es brutzelt und duftet aus der Küche: Am Herd steht Heidrun Richter, die hier in ihrem Element ist, denn Kochen und Backen mag sie auch zu Hause gern.
Die Göttinger Werkstätten betreiben seit 3 Jahren die öffentliche Kantine „Göttinger Frischmenü“ in der August-Spindler-Straße 1 in Kooperation mit der „Bioküche Leinetal“. Vor kurzem konnte der 100 000 Besucher begrüßt werden. Neben der Verpflegung der Besucher vor Ort werden in der Großküche auch die Mittagessen für Seniorenheime, Kindergärten, Schulen und Unternehmen täglich frisch zubereitet.

Heidrun Richter, eine von 17 Beschäftigten mit Behinderung, ist schon seit 12 Jahren in der Küche tätig. Die Aufgaben in der Kantine sind vielfältig: Gemüseschnippeln, Kochen, Essen ausgeben oder die Auslieferung der Mahlzeiten vorbereiten: „Zur Zeit ist es ein wenig stressig, weil ein paar Kollegen ausgefallen sind“, sagt die 42-Jährige, die immer ein Lächeln im Gesicht hat. „Ich backe gern und probiere dabei gern mal was aus, da bin ich sehr kreativ“, erzählt Richter, die Tanzen zu ihren Hobbys zählt und leidenschaftlich gern Briefe schreibt. Sie schwärmt für die Musik von André Rieu, „da könnte ich dahinschmelzen“.  fri

Authored by: Susann Fricke