Bohrkopf-Taufe mit Gänseliesel Alena
Taufpatinnen (v.l.): Alena Koch, Veronika Frels, Petra Burghardt-Tonkowski. Foto: Hartwig

Bohrkopf-Taufe mit Gänseliesel Alena

Göttingen. Der im Bau befindliche neue Entwässerungskanal der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist eine Investition in die Zukunft. Über eine Länge von insgesamt 1200 Meter wird der unterirdische Kanal auf 13 Metern Tiefe künftig das Regen- und Oberflächenwasser vom Gelände der UMG ableiten und es störungsfrei entwässern.

Jetzt ist mit dem Bau des zweiten Kanalabschnitts begonnen und der Bohrkopf getreu bergmännischer Gepflogenheiten mit einem weiblichen Vornamen benannt worden. Während das Göttinger Gänseliesel Alena Koch den Bohrkopf für den ersten, 200 Meter langen, Bauabschnitt bereits Ende Oktober auf ihren Namen getauft hatte, war es jetzt an der Zeit, den Bohrkopf für den zweiten Abschnitt zu benennen. Dieser ist 600 Meter lang und hört für die nächsten Wochen auf den Namen Veronika.

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Bohrkopf-Taufe an der Universitätsmedizin. Foto: Hartwig

Insgesamt werden für die Strecke Bohrköpfe in drei verschiedenen Größen eingesetzt. Den Bohrkopf für den dritten Bauabschnitt wird Petra Burghardt-Tonkowski auf ihren Vornamen taufen. Sie ist die Ehefrau des Novelis-Geschäftsführers Eric Tonkowski. Dieser letzte Bauabschnitt führt unter dem Werksgelände von Novelis entlang.

Aktuelle Taufpatin für den zweiten und gleichzeitig größten Bohrkopf ist Veronika Frels, Vorsitzende im Verein Palliativzentrum an der UMG. Der auf ihren Vornamen getaufte Bohrkopf ermöglicht den zweiten Bauabschnitt für einen Kanal, der laut Dr. Sebastian Freytag, Vorstand Wirtschaftsführung der UMG, eine der zentralen Voraussetzungen für den Neubau des Bettenhauses und des späteren OP-Traktes sei. Freytag: „Der Kanal stellt die komplette Entwässerung sicher und befreit uns von den Sorgen der bisherigen und inzwischen sanierungsbedürftigen Pumpsysteme.“
Per Microtunneling-Verfahren arbeiten sich die Bohrköpfe am Tag zwölf Meter voran. Die Kosten für die neue Entwässerungsanlage belaufen sich auf zwölf Millionen Euro und werden von der UMG getragen. Interessierte können sich zudem vom Bau des Kanals selbst ein Bild machen: Direkt an der Baustelle wurde in einem der blauen Überseecontainer ein Infocenter eingerichtet, in dem Bauzeichnungen und Videoinstallationen über den aktuellen Verlauf der Bauarbeiten informieren. mah

Authored by: Markus Hartwig