Pop meets Classic begeistert 6000 Zuschauer
Vintage Vegas bei Pop meets Classic. Foto: Pförtner

Pop meets Classic begeistert 6000 Zuschauer

Göttingen. Die musikalische Großveranstaltung „Pop meets Classic“ (PMC) ist am vergangenen Wochenende über die Bühne der Lokhalle gegangen.

6000 Menschen an zwei Tagen sahen die einzigartige Verschmelzung klassischer und populärer Musik, wie sie nur bei einem Event wie PMC möglich werden kann. Künstler aus Göttingen und der Region sowie national und international bekannte Musiker, begleitet vom Göttinger Symphonie Orchester (GSO), sorgten für emotionale Momente, die sich im Laufe des Abends immer weiter intensivierten.

Schon der Opener „Hello“, dialogisch von Sascha Münnich (von Moderator Dennie Klose augenzwinkernd als das „das musikalische Gänseliesel“ angekündigt) und Christiane Eiben in der Version von Lionel Richie und in der Version von Adele präsentiert, machten neugierig auf die weiteren Darbietungen. Und die konnten sich hören und sehen lassen. Ob der Auftritt von Vintage Vegas (stark: Giovanni Zarrella), die mit ihrer Mischung aus Swing und Pop („Swop“) einheizten, oder der Auftritt des Imagine Projekts – jeder Beitrag hatte etwas Individuelles.

Dass Göttingen, wie Dennie Klose anmerkte, „viel zu bieten“ hat, zeigte sich auch in dem Auftritt von Felix Klieser. Der unter anderem mit dem Echo Klassik Preis in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres im Horn“ ausgezeichnete, in Göttingen geborene 25-Jährige sorgt mit seinem Auftritt für erstaunte Blicke, denn Klieser – ohne Arme geboren – spielte sein Horn mit den Füßen. Seine Darbietung des Konzertes für Horn und Orchester Nummer vier von Mozart hinterließ einen bleibenden Eindruck – nicht zuletzt auch aufgrund der Leichtigkeit, die der Titel vermittelte. Weiter zeigten der TSC Schwarz-Gold Göttingen und das Göttinger Symphonie Orchester (GSO), dass „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss erst in der Kombination von Tanz und Musik richtig Spaß macht. Und als dann noch Dirigent Weaver als Super Mario verkleidet das GSO zum Thema des gleichnamigen Videospiels dirigierte, gab es kein Halten mehr.

Einziger Wermutstropfen: Sänger Teesy musste wegen Krankheit kurzfristig absagen; ein Video, in dem er sich für sein Fehlen entschuldigte, wurde auf der großen Leinwand in der Lokhalle gezeigt. In Erinnerung bleiben wird auch der Auftritt der Smashing Piccadillys, die 2012 von den Hörern des Radiosenders NDR1 Radio Niedersachsen zur besten Oldie-Band Niedersachsens gekürt wurden. Sie ließen zunächst einmal alle Gäste aufstehen, um sich im Anschluss klatschend und mitsingend zu Chubby Checkers „Twist again“ und weiteren Kult-Hits im Rockabilly-Gewand feiern zu lassen.

Man kann nicht jeden Künstler nennen, der an diesem Abend seinen Beitrag zu einer rundum gelungenen Veranstaltung geleistet hat. Ein Queen-Medley, vorgetragen vom Universitäts-Chor Unicante, und der sich darin mündende Auftritt des Ensembles des Jungen Theaters, das unter anderem „You can‘t always get what you want“ von den Rolling Stones performte, sorgten ebenso für Beifall wie der Beitrag von Sarah Schuster, die das bombastische „Rise like a Phoenix“ von der ESC-Gewinnerin 2014, Conchita Wurst, dramatisch präsentierte – inklusive ausfahrendem
Podest und Nebelschwaden.

An diesem Abend zeigte sich einmal mehr, welche
kulturellen Perlen die Stadt zu bieten hat. mi

❱❱ Bildergalerie online auf: www.gturl.de/pmc2016

Authored by: Maren Iben