Clowns heitern Flüchtlinge auf: Besuch auf den Terrassen in Geismar
Gemeinsam lachen und Spaß haben: Angelika Specht vom Verein „Bunte Lebenswelten“ mit Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft auf den Terrassen in Geismar. Foto: Hinzmann

Clowns heitern Flüchtlinge auf: Besuch auf den Terrassen in Geismar

Göttingen. Flüchtlingskinder zum Lachen bringen wollen die Clown-Akrobaten vom Ludolfshäuser Verein „Bunte Lebenswelten“.

Bei ihren Auftritten in Göttinger Füchtlingsunterkünften, etwa auf den Terrassen in Geismar, im alten IWF-Gebäude oder der Voigtschule animieren sie die Kinder zum Mitmachen.
Clownin Angelika Specht, die Vereinsvorsitzende, balanciert auf einem Seil. Ihr Schirm bewegt sich wild hin und her. Sie beugt sich nach vorn und nach hinten, reißt die Augen vor Angst weit auf. Die Kinder lachen begeistert, denn das Seil liegt auf dem Fußboden des Gemeinschaftsraums in der Unterkunft auf den Terrassen.  Specht holt den kleinen Ali nach vorne, hält ihn an den Händen, lässt ihn auf ihre Knie steigen. Dann dürfen auch die anderen Kinder mit aufs Seil. Im Gänsemarsch durchquert die Gruppe den Raum. Mütter, die aus Afghanistan und Syrien stammen, stehen am Rand und schauen amüsiert zu.

Einigen Kindern hat Sarah Kleinelsen, die in diesem Jahr Abitur gemacht hat und derzeit bei Spechts Verein ein Praktikum absolviert, die Gesichter bemalt.  Sie war schon mehrfach auf den Terrassen, um mit den Kindern Meerjungfrauen und Könige zu zeichnen.  Unbeschwerte Stunden wolle der Verein den Kindern schenken und mit ihnen spielerisch Deutsch üben. „Unseren ersten Auftritt vor Flüchtlingen hatten wir im März in Ballenhausen“, erzählt Angelika Specht. Damals habe sie zwei Praktikantinnen, junge Frauen aus Pakistan und Eritrea, dabei gehabt. „Da machten auch die Flüchtlingsfrauen mit“, sagt sie. mic

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Authored by: Blick Redaktion