Positives Fazit nach Bevölkerungsschutz-Übung
Bevölkerungsschutz im Notfall: Die Malteser ziehen ein positives Fazit nach einer Übung. Foto: r

Positives Fazit nach Bevölkerungsschutz-Übung

Göttingen / Dransfeld. Ein positives Fazit haben die Göttinger Malteser nach der ersten Bevölkerungsschutzübung des Landkreises in Dransfeld gezogen. Bewährt habe sich vor allem der neue „Gerätewagen Betreuung“, der zum ersten Mal eingesetzt wurde.

Ein Stromausfall ist zunächst nicht lebensbedrohlich, kann sich jedoch zur Katastrophe auswachsen, wenn er über längere Zeit anhält: Geldautomaten, medizinische Geräte, die gesamte Kommunikation über Handy und Internet funktionieren nicht mehr. Wer zu Hause vorgesorgt habe, könne diese Situation auch dort bewältigen, so die Annahme der Verantwortlichen im Landkreis. Für alle anderen müssen „Notfallstützpunkte“ eingerichtet werden. Einen haben 20 Einsatzkräfte der Göttinger Malteser und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Duderstadt – der sogenannte Einsatzzug Ost des Landkreises – mit 20 weiteren Helfern des DRK aus Hann. Münden, dem Betreuungszug West, übungsweise in der Grundschule Dransfeld aufgebaut.
Gute Dienste leistete der neue „Gerätewagen Betreuung“, ein geländegängiger Wagen, der das komplette Material zur Unterbringung von 50 Personen transportieren kann. Finanziert wurde er zum größten Teil vom Landkreis Göttingen, der ihn vor wenigen Wochen den Maltesern zur Verfügung stellte.

Seit dem frühen Morgen hatten Carsten Letsch, Leiter Bevölkerungsschutz und SEG (Schnelle Einsatzgruppe),  und zwölf Malteser-Helfer beim Aufbau des Notfallstützpunktes geholfen. Als Gäste und Beobachter den Stützpunkt besuchten, war alles für den Notfall vorbereitet: Die Registrierung der Schutzsuchenden, ihre Unterbringung und medizinische Betreuung sowie die Verpflegung hätten im Ernstfall wohl funktioniert. „Unsere eigenen Leute waren engagiert bei der Sache und haben tolle Arbeit geleistet“, lobt Letsch. Gut geklappt habe auch die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfskräften. Kleinen Nachbesserungsbedarf sah der Bevölkerungsschutzexperte unter anderem bei den Hinweisschildern zu den Betreuungspunkten: „Die waren etwas zu klein.“ Eine umfassendere Auswertung dieser ersten Bevölkerungsschutzübung im Landkreis soll folgen. r

Authored by: Blick Redaktion