Göttinger erhalten höchsten Lehrpreis der Zahnmedizin
Innovative Abweichung in der Ausbildung: Studierende auf dem Petziball während einer Zahnbehandlung. Foto: r

Göttinger erhalten höchsten Lehrpreis der Zahnmedizin

Göttingen. Für den Einsatz ungewöhnlicher Lernmittel haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den höchsten Lehrpreis der Zahnmedizin erhalten. Aufgrund des innovativen Lehr- und Lernkonzepts zeigten Studierende in der praktischen Prüfung fünf Monate nach der Lerneinheit signifikant bessere Ergebnisse als Studierende, die konventionell unterrichtet wurden.

Der jährlich überreichte, mit 7000 Euro dotierte Erste Preis des „Dental Education Award“ der Kurt-Kahlenbach-Stiftung würdigt Maßnahmen zur Förderung der zahnmedizinischen Ausbildung in Deutschland – die in Göttingen mittels Torwarthandschuhen, Gipsarm und Petziball erreicht wird. Den Preis erhielten Prof. Annette Wiegand und Dr. Sven-Olav Pabel, beide Poliklinik für Präventive Zahnmedizin, Parodontologie und Kariologie, sowie Xenia Schulz, Institut für Medizinische Statistik der Universitätsmedizin. In der prämierten Arbeit zeigen die drei Wissenschaftler, dass Studierende im Phantomkurs der Zahn-erhaltungskunde einen besseren Lernerfolg bei der Präparation von Zähnen haben, wenn gezielt Unterschiede und Variationen in die Bewegungsführung eingebaut werden. Sie übten das Beschleifen der Zähne für Teilkronen unter anderem mit Gipsarm, auf einem Petziball sitzend, mit Torwarthandschuhen, mit der nicht-dominanten Hand oder mit einem abgeklebten Auge. Diese Veränderungen der Bewegungsaufgaben und der Umgebungsbedingungen während der Übungsphase am Phantomkopf sollen ein individuell optimiertes und stabiles Bewegungsmuster bei den Lernenden erreichen. chb / r

Authored by: Blick Redaktion