Polizei verzeichnet weniger Straftaten
Im Bereich der Polizeidirektion hat es 2016 einen leichten Anstieg der Zahl der Einbrüche gegeben.Foto: Photographee.eu / Fotolia

Polizei verzeichnet weniger Straftaten

Göttingen. Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig ist mit den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr zufrieden. Nach der Bilanz für die Polizeidirektion Göttingen sind die Fallzahlen gesunken. Die Aufklärungsquote befinde sich mit 62,62 Prozent auf „ganz hohem Niveau“, sagte Lührig.

Nach Lürigs Angaben ist 2015 die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Polizeidirektion auf 79 092 gesunken. „Die Fallzahlen im Jahr 2016 sind auf dem niedrigsten Stand seit Einrichtung der Behörde im Jahr 2004“, sagte Lührig. Die Senkung dieser Zahl sei erklärtes Ziel der Polizei gewesen. Von den registrierten Straftaten hat die Polizei 49 527 (62,62 Prozent, minus 1,08 Prozent im Vergleich zu 2015) aufgeklärt. „Wir befinden uns weiter auf einem konstant hohen Sicherheitsniveau“, sagte Lührig. Für die Zukunft kündigte Lührig an, dass „die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls und des islamistischen Terrorismus“ weiterhin im Mittelpunkt der täglichen Polizeiarbeit stünden und intensiviert würden. Das gelte auch für die Kriminalität im Internet.

Im Bereich der Direktion, in deren Zuständigkeitsbereich 1,2 Millionen Bürger leben, ist es, wie Lührig einräumte, im vergangenen Jahr zu einem „leichten“ Anstieg der Einbruchdiebstähle gekommen. 2227 Delikte verzeichnete die Polizei 2016, 70 mehr als 2015. Von den 2227 Taten waren 1317 (41 Prozent) Versuche. Die Aufklärungsquote liegt bei 22,6 Prozent und damit 1,2 Prozent über Landesdurchschnitt. „Die Verhinderung und die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen ist in unserer strategischen Ausrichtung und der täglichen polizeilichen Arbeit ein absoluter Schwerpunkt“, erklärte Lührig.

Im Bereich der Internetkriminalität habe es 2016 einen „leichten Anstieg“ der Fälle gegeben, sagte Lührig. 4951 Fälle habe es im Bereich der Direktion gegeben. Es handele sich überwiegend um Betrugsdelikte. Weiterhin seien auch die Tatbestände der Beleidigung, Bedrohung, Datenfälschung, Geldwäsche und Datenausspähung betroffen. Nach Lührigs Einschätzung gebe es in diesem Deliktbereich aber „ein hohes Dunkelfeld“. Lührig prognostizierte, dass es künftig zu mehr Fällen im Bereich der Internetkriminalität kommen werde. „Absolut verwerflich“ nannte Lührig die zunehmende Gewalt gegen Polizisten. Die Fallzahlen seien 2016 auf 374 gestiegen, im Vergleich zu 2013 ein Anstieg der Körperverletzungsdelikte um fast 50 Prozent. Bei den Taten handele es sich um Widerstandshandlungen (209 Delikte) und Körperverletzungsdelikte (133). Flüchtlinge haben 2016 3484 Straftaten begangen. Angesichts des gesamten Straftatenaufkommens sei der Anteil mit 4,4 Prozent sehr gering, so Lührig. mib

Authored by: Blick Redaktion