Literarisches Zentrum stellt neues Programm vor
Terézia Mora kommt als Trägerin des Preises der Literaturhäuser nach Göttingen. Foto: r

Literarisches Zentrum stellt neues Programm vor

Göttingen. Das Literarische Zentrum startet in die neue Saison. 19 Veranstaltungen umfasst das Programm zwischen März und Juni. Als Gäste sind unter anderen Frido und Christine Mann, Thomas Melle, Terézia Mora, Zsuzsa Bánk und Feridun Zaimoglu dabei.

Mit einem aktuellen Thema startet das Literarische Zentrum Göttingen sein Halbjahresprogramm am Mittwoch, 1. März. Robert Feustel, Mitherausgeber des „Wörterbuchs des besorgten Bürgers“, der Populismus-Forscher Lars Geiges, die Migrationsforscherin Sabine Hess und die Dramaturgin Felicitas Zürcher sprechen über Populismus und Widerstand. Titel der Veranstaltung: „Wir müssen reden“. Christine Mann ist Tochter des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg, und Frido Mann, Lieblingsenkel von Thomas Mann. Gemeinsam haben sie sich in ihrem Buch „Es werde Licht“ mit der Frage beschäftigt, wie Geist und Materie zusammenhängen. Sie kritisieren die Dominanz eines von der klassischen Physik geprägten Denkens. Ihr Werk präsentieren sie am Freitag, 3. März.

Am Dienstag, 7. März, sind vier Feministinnen zu Gast, ausgelagert ins Junge Theater Göttingen: Mithu M. Sanyal, Sookee, Missy-Mitbegründerin Sonja Eismann und die Londonerin Laurie Penny. „Ihre Mission: Gleichberechtigung. Ihr Gegner: das ewige Patriarchat. Ihre Superkräfte: „Wissen, Beobachtungsgabe, Sprachtalent und Furchtlosigkeit“, kündigen die Organisatoren an. Thomas Melle hat mit seinem Werk „Die Welt im Rücken“ für Furore gesorgt. Der Autor schildert präzise die Chronik seiner manisch-depressiven Erkrankung als Tragödie und existenziellen Slapstick zugleich. Er kommt am Mittwoch, 8. März, ins Zentrum. Terézia Mora erhält den Preis der Literaturhäuser 2017. Verbunden ist die Auszeichnung mit einer Tour durch die Literaturhäuser, die sie am Donnerstag, 30. März, in Göttingen startet. Jan Wagner ist Träger des Samuel-Bogumil-Linde-Preises der Partnerstädte Göttingen und Thorn. Er hat sich bei dem Projekt „Fragile: europäische Korrespondenzen“ der Literaturhäuser mit seinem mazedonischen Lyriker-Kollegen Nikola Madzirov über mehrere Monate hinweg ausgetauscht. Das führen sie am Mittwoch, 5. April, in Göttingen fort.

Zum Abschluss der Halbjahressaison ist der Bundespreisträger 2015, Frank Witzel, zu Gast. In der Reihe „Liederabend“ spricht er mit Gerhard Kaiser über die Beatles und vor allem deren Album „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“. pek

❱❱ Infos im Detail: www.literarisches-zentrum-goettingen.de

Authored by: Blick Redaktion