Hinter den Kulissen: Ein Tag am Set von „Whitecollar Upgrade“
Letzte Anweisungen: Regisseur Oliver Clark und Schauspielerin Angelika Fornell (r.) besprechen die nächste Szene. Foto: Hartwig

Hinter den Kulissen: Ein Tag am Set von „Whitecollar Upgrade“

Göttingen. Mit den Dreharbeiten zum Science-Fiction-Kurzfilm „Whitecollar Upgrade“ (WCU) der Göttinger Produktionsfirma HarderFilm wird die Universitätsstadt einmal mehr zur Filmstadt. WCU spielt in Göttingen, die Hauptrollen spielen Göttinger Schauspieler. Die meisten Szenen wurden an Göttinger Plätzen gedreht.

Zu den Schauplätzen für WCU gehören unter anderem die Pathologie und das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung sowie die Dorntze im Alten Rathaus. An einem Fotowettbewerb, bei dem HarderFilm und der BLICK Orte für die Filmproduktion suchten, nahm auch Olaf Andersen teil. Seine Bilder überzeugten das Produktionsteam – und so gewann Andersen einen Tag am Set. Vergangenen Mittwoch konnte er sich einen Eindruck von den Dreharbeiten in der Dorntze machen. Im Alten Rathaus herrscht geschäftiges Treiben. Das gesamte Filmteam ist auf den Beinen: Jeder hat hier seine Aufgabe: Die Schauspieler werden geschminkt, die Kostüme angepasst, Kameras und Equipment aufgebaut. Das Team arbeitet unter Zeitdruck, denn am frühen Abend müssen die Szenen im Kasten sein. Dennoch ist die Atmosphäre entspannt, keiner verfällt in Hektik. Auch nicht die Schauspieler Angelika Fornell und Wolfgang Zarnack, die heute im Mittelpunkt des Drehs stehen.
Auch Andersen ist entspannt. Er schaut dem Filmteam interessiert über die Schulter, stellt Fragen und staunt über das Equipment. Allein schon die 29 Koffer mit Kameraequipment, die insgesamt 340 Kilogramm wiegen, beeindrucken. „Ich habe aus einer Stimmung heraus ein paar Fotos zusammengestellt, die meiner Meinung nach für den Dreh zu Whitecollar Upgrade infrage kommen“, sagt Andersen.

Mit Erfolg: Das von ihm vorgeschlagene Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung gehört zu den Schauplätzen des Science-Fiction-Films. Der Plot ist düster. Göttingen im Jahr 2025: Intelligenz ist käuflich geworden. In diesem Szenario lebt der Programmierer Jacob Carus. Er entwickelt ein Programm, das die Kontrolle der Menschen mittels eines Neuroimplantats ermöglicht. Als er verhindern will, dass ihm die Arbeit an seinem Projekt entrissen wird, wird er vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt. Neben der spannenden Geschichte von WCU soll der Kurzfilm mit aufwendigen Masken- und Computereffekten visuell beeindrucken. Hierfür konnte die Göttinger Filmcrew – wie schon bei „Harder und die Göre“ – Profis aus Hannover gewinnen, die die Produktion unterstützen. Auf das Gesamtergebnis ist nicht nur Olaf Andersen gespannt. WCU soll nach der Premiere in Göttingen auch auf internationalen und nationalen Filmfestivals laufen. mi

❱❱ Bildergalerie und ein Video auf www.gturl.de/whitecollar sowie auf www.whitecollar-upgrade.de

Authored by: Maren Iben