Burg Plesse: Neuer Pächter für die Schänke gesucht
Der Flecken Bovenden sucht zum Jahresende einen neuen Pächter für die Burgschänke auf der Burg Plesse. Foto: Mischke

Burg Plesse: Neuer Pächter für die Schänke gesucht

Bovenden. Der Flecken Bovenden sucht zum Jahresende einen neuen Pächter für die Burgschänke auf der Burg Plesse. Das Objekt ist jetzt ausgeschrieben worden.

Der Pachtvertrag von Noch-Betreiberin Huberta Zornhagen läuft Ende 2017 aus. Aus gesundheitlichen Gründen wolle sie nicht weitere fünf Jahre verlängern, sagt die 60-Jährige. Deshalb werde sie sich „schweren Herzens“ Ende des Jahres von der Burgschänke verabschieden. 26 Jahre lang sei sie auf der Burg Plesse gewesen, erst als Angestellte und seit 2004 als Pächterin: „Da hängt mein Herz dran.“ Der Betrieb in der Burgschänke „geht auf jeden Fall bis zum Jahresende“ weiter, versichert Zornhagen, und es bleibe bei bestehenden Reservierungen.
Die Burg Plesse als Baudenkmal gehört dem Land Niedersachsen. Für die bauliche Unterhaltung ist das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen zuständig, das erst im vergangenen Jahr die Sanitäranlagen der Burgschänke sanieren ließ. Bei der Burgschänke mit Gastraum im Erdgeschoss und Gewölbekeller bestehe kein Sanierungsstau, heißt es in der Ausschreibung des Flecken Bovenden, die Bausubstanz befinde sich in einem ordentlichen Erhaltungszustand. Der Flecken Bovenden habe, so erläutert Hauptamtsleiterin Elke Vetter, die Räumlichkeiten des Gastronomiebereiches vom Land gepachtet, der Betrieb der Gaststätte sei unterverpachtet. Der Gewölbekeller und der Turm „Bergfried“ werden für standesamtliche Trauungen genutzt. Außer Gästen, die die Burg Plesse und die Burgschänke als Ausflugslokal besuchten, nutzten auch Hochzeits- und Trauergesellschaften die Räume für Feiern, berichtet Zornhagen. In unmittelbarer Nähe der Burg befinde sich der Friedwald.

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Mitarbeiterin Inga Weber bestückt den Infokasten der Burgschänke mit der neuen Speisekarte.
Foto: Mischke

Der Gastraum im Hauptgebäude, das in der Ausschreibung als Herrenhaus bezeichnet wird, befinden sich 50 Plätze, im Gewölbekeller hätten 40 Gäste Platz. Dazu kommt die Außenbewirtschaftung im Burghof mit bis zu 128 Plätzen. Der Flecken möchte wieder einen Pachtvertrag über fünf Jahre abschließen – die Option einer Verlängerung sei vorhanden. Die Jahrespacht sei mit 700 Euro recht niedrig angesetzt, erläutert Vetter, allerdings seien die Nebenkosten für das Objekt relativ hoch. 25 000 Euro müssten für Strom und Wasser kalkuliert werden, Gas schlage mit etwa 3400 Euro zu Buche. be

Authored by: Blick Redaktion