BBS II: 250 Gäste beim Jahresempfang des Landkreises
Wenn Rechtsextremisten die Versammlungsfreiheit missbrauchten, um Mitarbeiter der Kreisverwaltung namentlich zu bedrohen, sei das inakzeptabel: Landrat Bernhard Reuter (SPD). Foto: Hinzmann

BBS II: 250 Gäste beim Jahresempfang des Landkreises

Landkreis. „Agitation und Hetze, Hass und Demokratiefeindlichkeit, Extremismus und Intoleranz“ hat Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) beim Jahresempfang des Landkreises eine deutliche Abfuhr erteilt. Diese hätten im Landkreis Göttingen weder in Räten noch auf der Straße Platz.

„Der Kampf gegen politischen Extremismus steht auf der Agenda des neuen Landkreises“, sagte Reuter. Der Landkreis als Dienstherr stehe vor seinen Beschäftigten. Wenn Rechtsextremisten die Versammlungsfreiheit missbrauchten, um Mitarbeiter der Kreisverwaltung, wie jüngst geschehen, namentlich zu bedrohen, dann sei das inakzeptabel. „Die Kreisverwaltung prüft alle rechtlichen Schritte, dagegen vorzugehen“, kündigte Reuter an. „Mir ist bekannt, dass auch Pressevertreter in gleicher Weise angegangen werden. Ich möchte ausdrücklich die objektive Berichterstattung der regionalen Medien über die Umtriebe der Rechten würdigen.“ Mit rund 250 Gästen hat der neue Landkreis den Jahresempfang in der BBS II gefeiert. Die Fusion biete die Chance, „leistungsfähige Strukturen“ zu schaffen, so Reuter. Es gehe etwa um Mobilität, Schulentwicklung, Integration, Klimaschutz oder Kulturförderung. So sollen demnach 2017 der Nahverkehrsplan und der Masterplan Radverkehr umgesetzt werden und 2018 eine Mobilitätszentrale im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen aufgebaut werden. Für 2019 plant Reuter die Umsetzung einer Tarifreform für den öffentlichen Personennahverkehr und die Entwicklung eines Nahverkehrsplans mit der Stadt. Nächste Aufgaben seien unter anderem die Ausweitung des Integrationskonzeptes, das Erstellen eines Wohnraumkonzeptes, der Start für eine Schulentwicklungsplanung und die Aktualisierung des Rettungsdienstbedarfsplans. mib

Litfin-Preis für Wolfgang Brunk
Der Unternehmer und Vorsitzende des Vereins „Wiechert‘sche Erdbebenwarte Göttingen“, Wolfgang Brunk, ist mit dem Initiativpreis der Litfin-Stiftung für sein Engagement um die historische Erdbebenwarte ausgezeichnet worden. Landrat Bernhard Reuter (SPD) verlieh den mit 5000 Euro dotierten Preis während des Jahresempfangs. Brunk sei es maßgeblich zu verdanken, dass die historische Erdbebenwarte vor dem drohenden Aus gerettet wurde. „Mehr noch: Sie ist bis heute ununterbrochen in Betrieb; und sie ist für die Öffentlichkeit zugänglich“, sagte Reuter. Der Preis der Litfin-Stiftung würdige Brunks Vedienste bei der Rettung eines „unersetzbaren Denkmals Göttinger Wissenschaftsgeschichte“. mib

Authored by: Blick Redaktion