Zusteller: Ein Job für jedermann
Der Job des Zeitungszustellers ist erheblich attraktiver als sein Image. Fast jeder ist im Verteiler-Team willkommen – Zuverlässigkeit vorausgesetzt. Foto: r

Zusteller: Ein Job für jedermann

Göttingen / Landkreis. Der Job des Zeitungszustellers wird gern mal belächelt, die Arbeitsbedingungen werden gelegentlich sogar scharf kritisiert. Warum ist das eigentlich so? Und stimmen die Vorurteile, die manch einer mit dieser Aufgabe verbindet? Der BLICK sagt: Nein, ganz im Gegenteil – der Job ist sogar ziemlich attraktiv!

„Zeitungen austragen? Pah, da wird doch nicht mal der halbe Mindestlohn gezahlt! Man hat keinen Urlaubsanspruch, wird bei Krankheit sofort rausgeschmissen und sowieso komplett allein gelassen, wenn es mal ein Problem gibt…“ Das sind, grob zusammengefasst, die gängigsten Vorurteile über das Arbeitsumfeld eines Zustellers. Der BLICK wollte das mal genauer wissen und hat im eigenen Hause nachgefragt. Dabei stellte sich schnell heraus: Kein einziges dieser Vorurteile entspricht den tatsächlichen Gegebenheiten – jedenfalls nicht bei den drei großen Zustellgesellschaften, die für die Göttinger Tageblatt Mediengruppe tätig sind und unter anderem für die pünktliche Verteilung der Zeitungen Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt und BLICK verantwortlich zeichnen. Raili Gauger, Leiterin des Zustellmanagements bei der Madsack Logistik Mitte GmbH, klärt auf: „Dass in dieser Branche zu wenig Geld bezahlt wird, ist schlichtweg ein Irrtum. Selbstverständlich werden die Zusteller nach den Vorgaben des Mindestlohngesetzes vergütet. Dazu gibt es beispielsweise auch noch Nachtzuschläge. Und wer bei uns Zusteller wird, bekommt natürlich bezahlten Urlaub.“ Allein gelassen werde man als Zusteller ebenfalls nicht, und zudem gebe es eine große Flexibilität bei möglichen Arbeitszeitmodellen.

Eine häufig gestellte Frage: Für wen ist der Job des Zeitungszustellers eigentlich geeignet? Antwort: Im Prinzip für fast jeden, solange er oder sie zuverlässig ist. Ob Schüler, Student, Hausfrau, Rentner, Arbeitsloser, Hinzuverdiener: Für nahezu jeden können flexible Beschäftigungsmodelle vorgehalten werden – vom Minijob bis zur Vollzeit-Anstellung. Sogenannten „Springern“, die zum Beispiel bei krankheitsbedingten Ausfällen von Kollegen kurzfristig in fremden Zustellbezirken die Arbeit übernehmen, wird nach Absprache sogar ein Auto zur Verfügung gestellt. Wer nur an bestimmten Wochentagen arbeiten will, ist ebenso willkommen wie jemand, der sechs Mal pro Woche neben Tageblatt und Anzeigenzeitung auch gleich noch die Citipost mitnehmen möchte. Neulinge werden intensiv eingearbeitet, bekommen umfangreiches Material zur Verfügung gestellt (etwa Taschen, Zustellwagen, individuell zugeschnittenes Kartenmaterial für den eigenen Zustellbezirk) und können sich bei Fragen jederzeit melden. „Bei uns wird niemand allein gelassen“, betont Raphael Lysik von der Zeitungsvertriebsgesellschaft Göttingen-Süd. Er selbst begleitet gelegentlich Anfänger auf ihren festgelegten Routen, bis diese sich sicher genug sind. Deutsch muss ein Zusteller übrigens nicht zwingend sprechen können – selbst die Einweisungen sind zum Beispiel auch auf englisch oder polnisch möglich. „Ich kann jeden nur ermuntern, sich einfach mal zu bewerben – ich selbst habe diesen Job als Schüler mit großer Freude erledigt“, sagt der heutige BLICK-Chefredakteur Markus Riese. „Abgesehen davon, dass man sich viel an der frischen Luft bewegt und dafür sogar noch Geld bekommt, hat man auch das gute Gefühl, einer sinnhaften und verantwortungsvollen Tätigkeit nachzugehen. Denn schließlich soll ja möglichst jeder pünktlich seine Zeitung bekommen, damit am Ende alle zufrieden sind: die Redakteure, die sich viel Mühe gegeben haben, die Anzeigen- und Beilagenkunden, die ihre Angebote zuverlässig verbreiten wollen und natürlich die Leser, die sich auf die regelmäßige Lektüre freuen. Unsere  Zusteller sind da ein ganz, ganz wichtiges Glied in der Kette“, betont Riese.r
 
❱❱ Infos / Bewerbungen: Telefon 0551 / 901-560 oder -551, Mail: info-goe@zustell-logistik.de

Authored by: Blick Redaktion