Junges Theater feiert 60. Spielzeit
Erläutern das Programm zur 60. Spielzeit des Jungen Theaters (v.l.): Christian Vilmar, Tobias Sosinka, Nico Dietrich. Foto: Iben

Junges Theater feiert 60. Spielzeit

Göttingen. Unter dem Motto „Vom Eise befreit…“ startet das Junge Theater (JT) Anfang September in seine 60. Spielzeit.  Damals feierte das JT mit dem Urfaust von Goethe seine erste Premiere.
Mit 44 Gästen war das Haus, damals noch an der Weender Straße, ausverkauft. Am 9. September dieses Jahres nimmt Intendant Nico Dietrich Bezug auf dieses Ereignis – und inszeniert den Urfaust 60 Jahre später, im Haus an der Hospitalstraße 6.

Am 16. September ist das JT erstmals in einer Kirche zu erleben: In einer Inszenierung von Sebastian Sommer zeigt das Ensemble anlässlich des 500. Reformationsjubiläums „Judas“ von Lot Vekemans. Die niederländische Dramatikerin erzählt in dem eindringlichen Monolog das Christentum aus einer neuen Perspektive. Ein Stück für Zuschauer ab sechs Jahren präsentiert das JT ab dem 15. Oktober: Bezug nehmend auf 75 Jahre Niederschrift des „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry inszeniert Christine Hofer ein Märchen für Kinder und Erwachsene.  Zum 20. Todestag der französischen Chansonsängerin Barbara und 50. Jahrestag der Übertragung ihres „Göttingen“-Liedes aus der Stadthalle Göttingen inszeniert JT-Ensemblemitglied Peter Christoph Scholz ein Schauspiel mit Livemusik, das sowohl Bezug auf den „Mythos Barbara“ als auch auf die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen und Göttingens nehmen soll.

„Barbara ist für unser Haus eine ganz wichtige Person, doch gab es im JT noch nie eine theatralische Auseinandersetzung mit ihr“, erklärt Nico Dietrich. Mitte der 1960er-Jahre war die Chansonsängerin für einen Auftritt im Jungen Theater – damals an der Geismar Landstraße – zu Gast, und schrieb im Theatergarten ihre musikalische Liebeserklärung an die Stadt.
Zu den weiteren Premieren gehören unter anderem die Uraufführung von „Panikherz“ von Benjamin von Stuckrad-Barre, das am 17. März 2018 zeitgleich im Hamburger Thalia Theater gezeigt wird, oder „Gö 68 ff“, in dem Peter Schanz die Ereignisse der 1968er-Jahre in Göttingen sowie die politischen Geschehnisse in Göttingen Revue passieren lässt. mi

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Authored by: Maren Iben