Nachbarschaftszentrum Grone – offen für alle
Von links: El Hame, Anessa, Fahima Ahmadi, Victoria Drevenstedt. Foto: Fricke

Nachbarschaftszentrum Grone – offen für alle

Grone. Anessa ist acht und geht in die Erich-Kästner-Schule. Sie lernt gern, aber besonders freut sie sich, jeden Tag ihre Freundinnen im Nachbarschaftszentrum in der Deisterstraße zu treffen. Sie spielen, basteln in der Gruppe „Zauberschere“ oder kochen leckere Speisen. Vorher sind oft erstmal die Hausaufgaben zu erledigen; wenn sie Hilfe braucht, stehen ehrenamtliche Kräfte zur Seite. „Heute haben wir Pizza gebacken, ich habe den Käse gerieben“, erzählte sie stolz. Anessas Eltern kommen aus dem Kosovo, sie selber ist in Deutschland geboren.
Die Bastelwerkstatt ist eines der Angebote im Mehrgenerationenhaus, das vor Kurzem zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Es hat sich kontinuierlich im Stadtteil etabliert. „Wir sind ein offener Treffpunkt für Jung und Alt aus allen Kulturen“, sagt die Leiterin Ivonne Hilbert. Menschen unterschiedlichen Alters können sich hier engagieren, voneinander lernen und Gemeinschaft erleben. Frauen- und Männerfrühstück, Gymnastikkurse oder Eltern-Kind-Gruppe – für jeden ist etwas dabei.
„Unsere Deutschkurse sind ein absoluter Dauerbrenner für Flüchtlinge“, so Hilbert. Auch Beratungsangebote wie Renten- und Rechtsberatung oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen sind gefragt. Manchnal kommen Leute, die einfach nur mal einen Kaffee trinken wollen oder eine Kopie brauchen. An der Infotheke unterstützt immer jemand aus dem ehrenamtlichen Team. Im August wechselt Ivonne Hilbert zu den Göttinger Werkstätten – ihre Nachfolgerin wird Sabine Koch. sfr

❱❱ Ivonne Hilbert und Sabine Koch im Doppelpass: Seiten 8 und 9 (Blick-Ausgabe 26. Juli 2017)

Authored by: Susann Fricke