21. Oktober: Premiere des Göttinger Lichterlaufs – Erlös kommt dem Elternhaus zugute
Im Einsatz für Eltern und Kinder (v.l.): Dagmar Hildebrandt-Linne, Hans-Hermann Miest, Erika Söder und Dariusch Milani im Garten des Elternhauses. Foto: Iben

21. Oktober: Premiere des Göttinger Lichterlaufs – Erlös kommt dem Elternhaus zugute

Göttingen. Am Sonnabend, 21. Oktober, feiert ein neues Sport-Event für den guten Zweck Premiere: Der Göttinger Lichterlauf, zugunsten des Elternhauses für das krebskranke Kind.
Der Lauf startet um 17.30 Uhr mit einem Kinderlauf, der den Spielplatz auf der Ostseite des Kiessees umrundet. Von 18 bis 20 Uhr haben dann alle anderen Teilnehmer die Gelegenheit, den gesamten See beliebig oft zu umrunden – laufend, walkend oder gehend und in ganz besonderem Ambiente. Unterschiedliche Lichteffekte sollen den Teilnehmern ungewohnte Sinneseindrücke vermitteln; Musiker ganz unterschiedlicher Genres wollen für unterhaltsame akustische Reize sorgen.

„Die Vorbereitungen laufen super, und das gesamte Orga- team freut sich jetzt schon sehr auf das Event“, so Dagmar Hildebrandt-Linne vom Elternhaus. Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen könnten sich ab sofort für den ersten Göttinger Lichterlauf anmelden. Hierfür wurde eine Internetseite eingerichtet. Dort finden Interessierte alle weiteren Informationen.  Der Erlös des Laufs kommt dem Elternhaus für das krebskranke Kind Am Papenberg 9 zugute. Seit 30 Jahren setzen sich Vorstand und Mitarbeiter der Einrichtung, die von Eltern ins Leben gerufen wurde, für an Krebs erkrankte Kinder und ihre Familien ein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der psychosozialen Begleitung und Nachsorge, die etwa 90 Prozent aller Familien, die im Elternhaus und in der Kinderklinik betreut werden, in Anspruch nehmen. Eingebunden werden sollen nicht nur das an Krebs erkrankte Kind, sondern alle Familienmitglieder.

So gehört auch die Arbeit mit gesunden Geschwisterkindern, das Begleiten von Freizeiten für Kinder und Jugendliche sowie die Trauerbegleitung zum Aufgabenbereich des psychosozialen Teams – ebenso die Unterstützung verwaister Eltern und Geschwister, denn nicht immer kann eine Krebserkrankung geheilt werden. Gemeinsame Unternehmungen und Gespräche stehen ebenfalls im Fokus der psychosozialen Betreuung. „Die Diagnose kommt für Familien oft aus heiterem Himmel, sorgt für Angst und Unsicherheit. Wir sind Ansprechpartner, planen mit den Familien die nächsten Schritte und stärken alle Familienmitglieder. Auch im Hinblick auf ihre persönlichen Ressourcen. Auch wenn die Diagnose Krebs erstmal ein Schock ist, gibt es noch andere Themen im Leben einer jeden Familie“, erklärt Hans-Hermann Miest vom psychosozialen Team, dessen Fokus auch auf der psychosozialen onkologischen Nachsorge liegt.  Denn auch wenn eine Krebserkrankung durchgestanden ist: Nachwirkungen und Spätfolgen können auftreten und Betroffene und ihre Familien in erneute Alarmbereitschaft versetzen. „Dann ist es wichtig, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, der Fragen beantwortet oder an entsprechende Fachstellen weitervermitteln kann“, so Miest.mi

❱❱ Wer sich bis zum 10. Oktober anmeldet, erhält ein „Lichterlauf“-Geschenk. Anmeldung: www.goettinger-lichterlauf.de

Authored by: Maren Iben