Erstmals kein Grimm-Märchen auf der Waldbühne
Die Waldbühne Bremke wird 2018 Schauplatz für Mozarts „Zauberflöte“. Foto: Mischke

Erstmals kein Grimm-Märchen auf der Waldbühne

Bremke. In der Saison 2018 wird erstmals kein Märchen der Brüder Grimm als Hauptstück auf der Bremker Waldbühne aufgeführt, sondern eine kindgerechte Umsetzung von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“.

Seit 1949 gibt es auf der Waldbühne jährliche Märchenspiele; eine Oper als Hauptstück der Saison war bisher noch nicht dabei. „Wir werden aus der Oper ein Theaterstück machen, aber durchaus drei oder vier Gesangselemente mit einbauen“, verrät Regisseurin Silvie Stiller. Ein Großteil des Ensembles der Saison 2017 habe bereits erklärt, auch im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen. Allerdings werden für die „Zauberflöte“ insgesamt rund 20 Rollen zu besetzen sein, weshalb es wieder ein Casting im Göttinger Einkaufszentrum „Kauf Park“ geben soll. Am 16. Dezember ab 14 Uhr können junge Talente beweisen, was in ihnen steckt – wobei der Fokus ein anderer sein wird als in den Vorjahren. „Wir schauen uns dann eben auch an, ob jemand singen kann, wobei dies nicht entscheidend ist“, erklärt Stiller. Von den Gesangsfähigkeiten der Schauspieler werde abhängen, ob während der Aufführungen live gesungen werden kann oder ob die Musik als Vollplayback zugespielt wird. Gesucht werden jedenfalls spielfreudige junge Leute zwischen zehn und 25 Jahren, männlich und weiblich gleichermaßen.

Damit es überhaupt zur Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“ kommen kann, ist eine waldbühnengerechte Adaption des Werkes nötig. „Es soll kindgerecht sein, aber nicht kindlich“, gibt Silvie Stiller die Stoßrichtung vor. Um die Umsetzung kümmert sich mit Rick Leander Stiller der Sohn der Regisseurin, der zuletzt auch schon als Darsteller auf der Waldbühne überzeugen konnte.
Am 9. und 16. Dezember wird zunächst nochmal das diesjährige Waldbühne-Stück „Das große Märchenallerlei“ mehrfach im „Kauf Park“ aufgeführt. Dort können Interessierte schon mal einen Eindruck davon bekommen, was sie auf der Waldbühne erwartet. „Wir brauchen auch immer engagierte Leute hinter den Kulissen, zum Beispiel für die Technik“, betont Waldbühne-Vorstand Horst Fädrich, dass sich auch Theaterfans melden können, die nicht selbst auf der Bühne stehen, aber sich dennoch engagieren möchten. mr

❱❱ Nähere Infos zum Casting werden rechtzeitig im BLICK veröffentlicht. Anmeldungen sind schon jetzt formlos per E-Mail an leseraktionen@blick-goettingen.de möglich.

Authored by: Blick Redaktion