Schüler nutzen Wagen zum Lernen
Ein Auto für die Mechatroniker der BBS: BBS-Schulleiter Gerd Reddig (vorne links) bekommt von Markus Hellendahl (Hyundai Motor Deutschland) den Schlüssel für das Auto überreicht. Die Inhaberfamilie des Autohauses Nippon, Egon, Marc und Renate Münstermann (rechts) sowie die drei Auszubildenden freuen sich, ein solch wichtiges Geschenk machen zu können. Foto: Hartwig

Schüler nutzen Wagen zum Lernen

Göttingen. Künftig wird den beiden Mechatroniker-Klassen der Berufsbildenden Schulen Hann. Münden (BBS) neues Lehrmaterial zu Verfügung stehen: Das Autohaus Nippon in Weende, Große Breite, hat der BBS einen brandneuen Hyundai i40 zur Verfügung gestellt. „Brandneu“, das ist in diesem Fall sogar wortwörtlich zu nehmen. Denn während der Verschiffung an seinen Zielort hatte es auf der Fähre einen Schwelbrand gegeben, der in Lack und Kunststoffteilen des Hyundai leichte Spuren hinterlassen hat. Technisch und im Inneren sei das Fahrzeug tadellos, wie Marc Münstermann vom Autohaus bei der Übergabe vorvergangene Woche unterstrich – nur so nicht mehr zu verkaufen.

Der Schulleiter der BBS, Gerd Reddig, sieht dem Arbeiten an dem neuen Lehrobjekt im Gegenwert von etwa 15 000 Euro mit Freude entgegen. Denn die Ausbildung zum Mechatroniker sei mehr und mehr auf Elektronik ausgerichtet und es sei sehr schwer, an ein solches Auto zu kommen, das technisch auf der Höhe der Zeit ist. Auch für die Prüfungen sei das Auto sehr gut zu gebrauchen. Fehler würden im Vorfeld eingebaut und müssen erkannt werden. Reddig: „Es ist schön, dass wir jetzt ein komplettes Fahrzeug haben.“

Infos am „Familyday“
Der Schulleiter kehrte am Montag darauf mit vollen Händen vom „Familyday“ des Autohauses Nippon zurück. Dieser Familyday war gedacht als Orientierungsmöglichkeit für Schüler von Abschlussklassen und gleichzeitig als Aktion, das Handwerk weiter im Bewusstsein von Schülern in der Berufsfindungsphase zu verankern. Das Autohaus hatte hierfür mit großer Sorgfalt fünf Stationen in seinen Räumen eingerichtet. Dort wurden Themen wie Licht und Sicherungen, Radwechsel und Reifendruck oder auch alles zum Thema Sicherheit behandelt. Die Auszubildenden des Unternehmens sowie der Werkstattmeister standen für Informationen zur Verfügung. Das Autohaus hatte im Vorfeld 18 Schulen der Landkreise Göttingen-Osterode und Northeim angesprochen und auf diese Veranstaltung hingewiesen. Groß war die Enttäuschung, dass niemand die Einladung angenommen hat. Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, kommentierte dieses offensichtliche Desinteresse mit „bemerkenswert“. mah

Authored by: Blick Redaktion