Duderstadt: Fördermittel auch für Hallenbad-Neubau
Badleiter Uwe Tuma begrüßt die neue Entwicklung. An der Südseite des Freibades (rechte Seite) könnte das neue Hallenbad entstehen. Foto: Bänsch

Duderstadt: Fördermittel auch für Hallenbad-Neubau

Duderstadt. Der Zuwendungsbescheid ist mit der Post gekommen: Die Stadt Duderstadt kann die Förderung von bis zu 3,32 Millionen Euro für die Sanierung des Hallenbades auch für einen Neubau am Freibad im Bereich Talwiese verwenden.

Einer der stärksten Verfechter einer gebündelten Lösung von Hallen- und Freibad an der Talwiese ist Lothar Koch. Als zum Jahresbeginn die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) ihre Unterstützung für eine Zuwendung aus der Sportstättenförderung des Bundes zur Sanierung des Hallenbades zusagten, plädierte er für eine Lösung für einen gemeinsamen Standort. „Ich bin absolut dagegen, das alte Bad zu sanieren“, sagte er. Eine Zusammenlegung sei in seinen Augen die einzig richtige Lösung. Zustimmung hierfür habe er auch noch einmal von Hans Georg Näder erhalten. „Er hat mir das bei der Verleihung des Leibniz-Ringes bestätigt. Wir sollten mehr Mut haben und die anderen Mittel einwerben.“ Die Bewilligung sei für das gesamte Untereichsfeld wichtig, so Koch: „Wir können nicht ohne Hallenbad / Freibad sein.“ Als „wichtigen Meilenstein“ bezeichnet Badleiter Uwe Tuma den Zuwendungsbescheid. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erklärte, dass es bereits an verschiedenen Stellen erste Sondierungen gegeben habe. Er deutete ein mögliches Miteinander mit dem Landkreis Göttingen an, sprach aber auch von einem Miteinander mit dem Land Niedersachsen.

Nolte: Auch die Folgekosten müssen gesichert sein
Im Bewilligungsbescheid sei der Stadt Duderstadt ein Termin bis März / April eingeräumt worden, die verbleibende Finanzierung zu nennen. Nolte berichtete, dass er nach Gesprächen in Berlin davon ausgehe, dass die Stadt bis Mitte des Jahres Zeit habe. Schließlich müssten im Kultus- beziehungsweise Innenministerium des Landes nun erst die entsprechenden Richtlinien zur Koalitionsvereinbarung erarbeitet werden. Darüber hinaus müsse geklärt werden, was die Betreibergesellschaft EBB und die Stadt Duderstadt leisten könnten. Zwar stünde die Stadt in einer besonderen Verantwortung, doch auch die Folgekosten müssten gesichert sein. Wie viel könne auf den derzeitigen Betrag von 350 000 bis 500 000 Euro draufgepackt werden, ohne die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zu gefährden? Und: Wenn Baukosten und das Bauordnungsrechtliche geklärt seien, dann könne die Entscheidung fallen, ob die Stadt diesen Weg gehen könne oder nicht.
Das vom Bescheid ausgehende Signal sei wahnsinnig stark, so Professor Bernd Schwien von der Frühschwimmer-Initiative. Eine Bündelung sei die Lösung, die strategisch am sinnvollsten sei. Die Frühschwimmer, eine Gruppe von 15 bis 20 Aktiven, bräuchten nur ein 25-Meter-Becken. Aus einem Gesamtkonzept Freibad / Hallenbad könne eventuell auch ein ganzes Badkonzept entstehen. Dieter Arend, Vorsitzender des DLRG-Ortsvereins Eichsfeld, hält ein Therapiebecken für „eine notwendige Investition“. Durch medizinische Anwendungen könne die Nutzung gesteigert werden. Und das Bad sei auf mehr Nutzung angewiesen. rf

Authored by: Maren Iben