2018 – meine Primetime

2018 – meine Primetime

Bonne année à tous! Ich war über die Weihnachtszeit und die Feiertage zu beschäftigt, sodass ich gar keine Gelegenheit hatte, einen vernünftigen Blogeintrag zu verfassen. Umso mehr freue ich mich, gemeinsam mit Euch ins neue Jahr zu starten. Mit Neujahrsneuigkeiten selbstverständlich.

Ich hatte ja im Juni 2017 berichtet, dass ich den Mai über für ein Projekt gedreht habe, welches zu dem Zeitpunkt allerdings noch streng geheim war. Das ist Schnee von gestern, denn an diesem Donnerstag, dem 4. Januar 2018, findet die Ausstrahlung der ersten Folge statt.

Bei dem Projekt handelt es sich um die Strategie-Show „Get the Fuck out of my House“.

Zu sehen ist diese immer donnerstags um 20.15 Uhr auf Pro Sieben.

https://www.prosieben.de/tv/get-the-f-ck-out-of-my-house

Wie kam es dazu, dass ich bei diesem Format mitmachte?

Nun, im Januar 2017 bekam ich eine Anfrage von der UFA (die größte Produktionsfirma für Filme, Serien und andere TV Formate in Deutschland), ob ich denn Interesse hätte, mich als Kandidatin für eine neue Show zu bewerben. In Holland bereits im TV ausgestrahlt, mit einer Einschaltquote von über 90 Prozent, galt dieses Format als das erfolgreichste Format 2016/17.

 

 

                

 

Nachdem man mir das Konzept in Ansätzen übers Telefon erläutert hatte, zerbrach ich mir gut eine Woche den Kopf darüber, ob das denn etwas für mich sei. Schließlich sind Reality-Shows nicht unbedingt das Metier für Schauspieler… Ich kam nach langem Grübeln zu dem Entschluss, dass ich es auf jeden Fall probieren sollte. Denn jeder Mensch, der in der Medienbranche tätig ist, weiß, welche Bedeutung Reality-Formaten heutzutage beigemessen wird. Also absolvierte ich die drei Casting-Runden und bekam im März dann tatsächlich die finale Zusage aus über 10.000 Bewerbern. Zu dem Zeitpunkt war ich dann auch tatsachlich ganz glücklich darüber.

Eine potenzielle Chance und Erfahrung einfach so an mir vorbeiziehen zu lassen, wäre in meine Augen nämlich töricht gewesen. Zumal es nicht einfach irgendeine Reality-Show werden würde, sondern eine mit einem für mich sogar wissenschaftlich vertretbaren Grundgedanken.

Das Konzept: Ein Haus, das für vier Personen ausgestattet ist, wird von 100 komplett unterschiedlichen Menschen bezogen. Diese sollen dort einen Monat durchhalten und um 100.000 Euro spielen. Dabei haben die Menschen nur das Nötigste, was sie zum Leben brauchen – und nicht annährend ausreichend Nahrung.

Für mich stellte die ganze Sendung im Grunde ein Modellexperiment dar. Wie leben wir in einer Zukunft, die von Überbevölkerung und Ressourcenknappheit gekennzeichnet ist? Gewinnt der Stärkere oder schaffen wir es gemeinsam, durch Verzicht auf Güter für den Einzelnen? Wie schafft man es, mit viel weniger als gewohnt auszukommen, und das ohne Rückzugsort und ohne Privatsphäre?

All dies waren Gesichtspunkte und Fragen, die mich faszinierten und mich reizten, bis an meine Grenzen zu gehen und das Experiment zu wagen. Ich versichere Euch, es hat sich gelohnt. Auch wenn neben dem Hauch Wissenschaft auch eine bitterer Trash-TV-Beigeschmack vorhanden war, und viele wohl doch nur die perfekte Plattform für eine Selbstinszenierung dort fanden, war es doch eine denkwürdige Erfahrung, die mich in vielerlei Hinsicht über die Maßen geprägt hat.

Fazit: Es war interessant, einmal dabei zu sein, aber das Format Reality-TV ist für mich dann doch nicht das Gelbe vom Ei. Aber schaut es Euch trotzdem gerne an. Es ist unterhaltsam und auch interessant mitanzusehen.