Bürgerstiftung feiert 20. Geburtstag
Festakt für die Bürgerstiftung. Foto: Heller

Bürgerstiftung feiert 20. Geburtstag

Göttingen. Seit 20 Jahren engagiert sich die Bürgerstiftung für Kinder und Jugendliche, denen es an Zuwendung und Unterstützung fehlt. Den Festakt beging die Stiftung am Donnerstagabend im Alten Rathaus.
Den Mittelpunkt bildete neben der Ehrung der Gründungsstifter und Projektvorstellungen ein Vortrag von Tara Dougherty, Fachärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Göttingen. Die Ärztin lobte die Arbeit der Bürgerstiftung – „Die intensiven Beziehungen zu den Paten können persönliche Verluste oft sehr gut ausgleichen“ – und betonte somit auch die Bedeutung des Projektes „Zeit für ein Kind“ aus medizinischer Perspektive.
„Wir arbeiten aus der Mitte der Gesellschaft und bieten Hilfe für Bürger von Bürgern“ – dieses Konzept sei einzigartig, so Geschäftsführer Andreas Schreck. Auch der Gründungs-Initiator Peter Cordes, aktuell stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats, betont, dass die Bürgerstiftung eine Institution sei, die unabhängig von Kirche oder Staat funktioniere.
Allerdings: Ohne Spenden und die vielen ehrenamtlichen Helfer sei es nicht möglich, die Stiftungsarbeit aufrechtzuerhalten, erklärt Harald Noack, seit Gründung der Stiftung Vorsitzender des Stiftungsrats. „Die aktuelle finanzielle Lage ist so schlecht, dass eine Sicherstellung der jetzigen Arbeit mit 130 Ehrenamtlichen nicht gewährleistet werden kann“, so Schreck. Die Stiftung denke darüber nach, eine „Bürgeraktie“ ins Leben zu rufen. Der Ertrag der Aktie würde nicht den Investoren, sondern der Stiftung zugutekommen. pn

Authored by: Markus Riese