Profis testen BG-Fitnessriegel
Stephan Haukohl (l.) und Lenny Larysz lassen sich von Alice Rohrbeck den neuen BG-Riegel reichen. Foto: Habermann

Profis testen BG-Fitnessriegel

Göttingen. Gemeinsam mit Vertriebsleiter Nils Leunig haben die BG-Profis Stephan Haukohl und Lenny Larysz das Unternehmen Myworx an der Güterbahnhofstraße besucht – und gleich den neuen BG-Fitnessriegel probiert, den die Göttinger Müsli-Company für die Veilchen produziert.
Einen Namen hat der Riegel noch nicht. Klar ist: Er soll gesund sein. Wie auch in den Müslis, die für die BG produziert werden, sorgen Heidelbeeren in den Riegeln für eine lila Farbe. Gesüßt wird der Riegel mit Reissirup. Das genaue Rezept bleibt jedoch geheim. „Das Rezept steht, jetzt kann es in die Produktion gehen,“ sagt Alice Rohrbeck von der Leitung der Müsli-Company. Die Werkstatt sponsert die BG mit ihren Produkten.
Haukohl, Larysz und Leunig gaben sich gut gelaunt nach dem Sieg über Bamberg am Vortag. Nachdem Myworx-Geschäftsführer Dietmar Thiele in einem kurzen Vortrag sein Unternehmen vorstellte, ging es vom Konferenz- in den Produktionsraum. Alice Rohrbeck und Arthur Hartwig erklärten den Fertigungsablauf der Riegel und der Müslisorten. Die Abteilung der Göttinger Müsli-Company stellt insgesamt 15 Sorten Riegel her und produziert etwa 50 Stück am Tag. Die Müslisorten werden individuell gemischt. Alles wird von Hand gefertigt.
In der Abteilung „Digital Media“ wird altes Filmmaterial aufbereitet, Akten von Unternehmen werden digitalisiert. Haukohl und Larysz warfen von außen einen Blick in den Datenraum, in dem diese Akten bearbeitet werden – mehr war nicht erlaubt. Außerdem gab es noch die Fahrradwerkstatt an der Weender Landstraße 29 zu besichtigen, in der auch gebrauchte Räder verkauft werden.

„Zweiter Arbeitsmarkt“
„Jeder von uns kann in eine Situation geraten, dass seine Leistungsfähigkeit durch eine Depression oder durch eine Psychose beeinträchtigt wird, und man beruflich nicht mehr machen kann, was man vorher tat“, erklärte Thiele den Sportlern. „Die Frage ist dann: Was mache ich statt dessen?“ Myworx möchte laut Thiele die Antwort auf diese Frage sein. Gilt eine Person als vermindert leistungsfähig, habe sie die Möglichkeit, auf dem sogenannten „zweiten Arbeitsmarkt“ Fuß zu fassen. Die 100 Beschäftigten bei Myworx hätten zwei Jahre Zeit, um sich beruflich zu rehabilitieren und zu orientieren. Sie könnten zunächst eine Ausbildung absolvieren. Die Werkstatt biete dann die Möglichkeit, in den Status eines Beschäftigten zu wechseln und sogar bis zur Rente einen geschützten Arbeitsplatz zu haben. Finanziert werde das Ganze von der Arbeitsagentur und dem Landessozialamt.

Dem Wettbewerb stellen
„Das ist ein Spagat“, erläuterte Thiele. Zum einen müsse man sich dem Wettbewerb stellen. Wenn der Kunde nicht zufrieden sei, dann komme er nicht mehr wieder. Doch die Menschen, die zu Myworx kommen, schafften es nicht jeden Tag zur Arbeit zu kommen. „Damit müssen wir leben“, sagte Thiele. Man dürfe krank werden und habe jederzeit die Möglichkeit, wiederzukommen. Mit Anreizen wolle man das Selbstwertgefühl stärken. Dafür gebe es auch eine Theatergruppe, einen Chor und Sportangebote.

jh

Authored by: Markus Riese