Gedanken zum Leben und zum Tod
Schülerlesetage 2018 in Göttingen (Symbolbild). Foto: r

Gedanken zum Leben und zum Tod

Schülerlesetage Göttingen vom 15. bis 21. April 2018

Göttingen. Ist der Tod das Ende – oder erst der Anfang? Mit dieser fast schon philosophischen Fragestellung beschäftigten sich die Schülerlesetage Göttingen vom 15. bis 21. April. Fünf Autorinnen sind in diesem Jahr beteiligt; die Projektleitung liegt erstmals in den Händen von Lia A. Eastwood.
Der Umgang mit dem Thema Tod in der Kinder- und Jugendliteratur ist nicht neu. Schon Astrid Lindgren hat sich in „Die Brüder Löwenherz“ mit dem konkreten Verlust auseinandergesetzt. Sie war der Ansicht, dass man Kinder mit dem vielschichtigen Thema Tod konfrontieren kann.
Das sieht auch Eastwood so: „Kinder gehen mit diesem Thema sehr viel offener und lockerer um als viele Erwachsene“, findet die neue Projektleiterin. Cornelie Hildebrandt, die zuvor mit dieser Aufgabe betraut war, ist nach wie vor mit an Bord – aus beruflichen Gründen allerdings nicht mehr an vorderster Front.
Mit Isabel Abedi, Monika Feth, Marie-Thérès Schins, Sylvia Schopf und Antje Wagner haben die Schülerlesetage auch in diesem Jahr wieder hoch interessante Autorinnen an Deck. Sie alle werden bei der Auftaktveranstaltung am 15. April ab 17 Uhr in der Paulinerkirche mit dabei sein. Im Laufe der Aktionswoche werden sie für Kindergarten- und Schulkinder nicht nur vorlesen, sondern auch kreativ mit ihnen arbeiten. Dabei soll es ausdrücklich aber nicht nur um den „Tod“, sondern eben auch um das „Leben“ gehen: Wie gehen Menschen mit dem Wert des Lebens um? Ist ein Leben mehr wert als ein anderes?
Mit begleitenden Projekten (etwa einer Ausstellung im Alten Rathaus) sollen die Schülerlesertage 2018 viele Ansätze bieten, den vielfältigen Stationen zwischen Geburt und Tod nachzugehen.

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Infos zum Programm
Die festliche Eröffnung der Autorenwoche am Sonntag, 15. April, ab 17 Uhr in der Paulinerkirche richtet sich an alle Literaturfreunde. Auch das Gänseliesel und das Mini-Gänseliesel werden dabei sein. Zu den weiteren offenen Veranstaltungen gehört ein Erzählnachmittag am 18. April ab 15.30 Uhr im Hort St. Martin (GDA Wohnstift). Die frühere Projektleiterin Cornelie Hildebrandt moderiert die „Geschichten für Generationen“. Am 19. April um 19 Uhr beginnt ein musikalischer Leseabend für alle Altersgruppen im Kim-Gebrauchtwarenladen an der Angerstraße. Vorgetragen werden selbst verfasste Kurzgeschichten; für die Begleitung sorgen Musiker des Otto-Hahn-Gymnasiums. Akrobatische Darbietungen und selbst erarbeitete Szenen aus dem Buch „Robert & Frau Meyer“ zeigen Schüler der Montessori-Schule ebenda (Von-Ossietzky-Straße 70) am 20. April ab 15 Uhr. Der oscarprämierte Animationsfilm „Coco – Lebendiger als das Leben!“ läuft am 21. und 22. April jeweils um 15 Uhr im Kino Lumière. Nähere Infos zum Programm auf schuelerlesetage-goettingen.de.

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Authored by: Markus Riese