Göttinger Tierheim: Stadt prüft Neubau
Das Tierheim Göttingen befindet sich baulich in einem „mangelhaften“ Zustand. Foto: Hartwig

Göttinger Tierheim: Stadt prüft Neubau

Göttingen. Die Stadtverwaltung prüft, ob „bauplanungs- und bauordnungsrechtlich“ ein neues Tierheim gebaut werden kann – in der Nähe des bestehenden Gebäudes. Das teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit. Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahren Kritik an der Einrichtung gegeben. „Der mangelhafte Zustand des Gebäudes brennt uns unter den Nägeln“, so die Verwaltung.
Das Gelände, auf dem das Tierheim „An der Hufe“ steht, gehört der Stadt. Das Gebäude ist im Besitz des Tierschutzvereins, der für das Heim verantwortlich ist. Einen Vorsitzenden hat der Verein nicht. Zweite Vorsitzende ist Andrea Roche, Kassenwart Ulf Kober. Kober leitet mit Gattin Sabine das Tierheim.

Gutachten zu den Mängeln

Im November 2016 hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) eine Stellungnahme zu den Mängeln abgegeben. Der Landkreis Göttingen, der mit seinem Veterinäramt die zuständige Behörde ist, hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. „Bei den festgestellten Mängeln handelt es sich überwiegend um die bauliche Gestaltung der Einrichtung“, so Sprecher Ulrich Lottmann. Als Folge der Untersuchung ordnete das Veterinäramt „erste Maßnahmen“ an. Die Kreisverwaltung will sich zu den Kritikpunkten der Landesbehörde nicht weiter äußern. Nach einer Begehung von Vertretern der Stadt und des Veterinäramtes habe man laut Sabine Kober die Notwendigkeit von Veränderungen des Hunde-Trakts erkannt und Gelder zur Vergrößerung der Boxen bereitgestellt. „Die Umbauarbeiten können allerdings, je nach Hundebestand, nur nach und nach ausgeführt werden und benötigen eine gewisse Zeit“, erläuterte Kober.

bib

Authored by: Markus Riese