Ein Titelsong für das Hörspiel „Die Göttinger Sieben“
Proben vor den Einzelaufnahmen. Foto: Eggers

Ein Titelsong für das Hörspiel „Die Göttinger Sieben“

Göttingen. Fünf Kinder-Hörspielsprecher haben jetzt den Refrain zum Titelsong der neuen Jugend-Hörspiel-Reihe „Die Göttinger Sieben“ im Blueline-Studio aufgenommen. Studioleiter Tom Dyba und Komponist Axel Mehner unterstützten die Kinder im Alter zwischen zehn und 13 Jahren.

„Wir hatten von Anfang an die Idee, einen gesungenen Titelsong zu produzieren, wie man ihn aus der Kinder-Krimi-Szene kennt. Wir haben die Kinder gefragt, ob sie Lust haben mitzusingen – das hatten sie, und jetzt sind wir hier“, sagte Produzent Sven Schreivogel, der das Hörspiel-Projekt „Göttinger Sieben“ ins Leben rief. Mit dabei waren die Sprecher der Hauptrollen: Julian-Mark Schmid, Tim Asch, Lisa Thiel und Adele Löser sowie Yona Sophie Kallenberg, die für eine Nebenrolle gecastet wurde: „Sie hat Hauptrollenpotenzial, aber ihre Stimme ist einfach schon zu reif“, erklärte Schreivogel.

Nach einem ersten Anhören des Songs probten die Kinder zunächst zusammen mit Mehner und seiner Assistentin Christine Maaß-Reinecke, bevor es mit den Einzelaufnahmen weiterging. Mit Kopfhörern und ihren Textblättern standen sie hoch konzentriert vor dem verstellbaren Mikrofon. Dyba gab den Hörspielanfängern Tipps – etwa die Füße fest und hüftbreit auf den Boden zu stellen: „Nur wer fest steht, singt auch mit fester Stimme.“ Die Jungschauspieler brauchten nur wenige Anläufe, bis ihr Part im Kasten war. Später schnitt Dyba alle Tonspuren übereinander und erschuf so einen „Chor“. Geschrieben wurde der Song von Musiker Mehner, dessen Tochter Jana das Lied singt: „Sie hat eine positive, frische Stimme, die eine Power vermittelt, die gut zu den Kindern passt“, so Mehner. Aus einer spontanen Laune heraus habe er nur vier bis fünf Stunden fürs Schreiben und Komponieren gebraucht. Dabei waren dem Komponisten kindgerechte, kurze Sätze, die schnell und bündig gesungen werden können, wichtig. „Wir wollten den Song lokal produzieren und nicht weggeben. Die Göttinger Musikszene ist fabelhaft“, so Schreivogel. Und: „Tom und Axel haben den Song sehr zeitgemäß gestaltet.“

Am Ende kam zur Belustigung aller die Idee auf, ein schadenfrohes Lachen dem Song anzuhängen. Gesagt, getan: Unter großem Gelächter seitens der Kinder wurde das Abschluss-Lachen aufgenommen.
Gesponsert wurde die Songproduktion von der Sparkasse Göttingen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Schreivogel. „In der ersten Folge des Hörspiels ,Alte Damen in Not’ kommt die Sparkasse an der Weender Straße vor, weil da die Damen ihre Konten haben. Ich finde, das passt ganz gut.“
 
meg
Authored by: Markus Riese