Bundesliga-Spiele der BG künftig auch in Duderstadt möglich?
Futuring Duderstadt: Blick aus der Vorgelperspektive auf das Areal, das mit dem Masterplan entwickelt werden soll. Foto: r

Bundesliga-Spiele der BG künftig auch in Duderstadt möglich?

Über den Stand der Entwicklung beim Projekt Futuring Duderstadt hat die Stadtentwicklungsgesellschaft Duderstadt 2020 informiert. Bei der zweiten Info-Veranstaltung dieser Art stand vor allem das Thema „Veranstaltungshalle“ im Mittelpunkt.
„Wir werden keine vorschnelle Lösung bauen“, betonte Karsten Ley, Geschäftsführer von Duderstadt 2020. Vielmehr gehe es im jetzigen Stadium darum, bei den Duderstädtern auszuloten, welche Nutzungsideen und Anforderungen sie an den Neubau einer Veranstaltungshalle – bisher unter dem Titel „HGN Cube“ bekannt – haben. In der jetzigen Phase der Bedarfsplanung sollen sich daher die künftigen Nutzer aus der Stadt und der Region einbringen, betonte Ley.
Einige Beispiele, was für den Ersatz der alten Eichsfeldhalle „grundsätzlich denkbar“ wäre, wurden genannt: Bälle zum Beispiel, aber auch Messen, Theaterstücke und Musikveranstaltungen, Sportveranstaltungen oder temporäre Angebote wie beispielsweise eine Eisbahn.
„Warum müssen Bundesligaspiele der BG Göttingen nur in Göttingen stattfinden?“ fragte Ley in die Runde. Welche Ansprüche muss die neue Halle etwa für Kulturveranstaltungen erfüllen, welche Art von Messen wären denkbar, oder wo gibt es in anderen Städten Hallenkonzepte, die sich bewährt haben? Ortsbrandmeister Thorsten Krone gab den Hinweis, dass die neue Halle groß genug sein müsse, damit Großfahrzeuge problemlos herein- und herausgefahren werden können.

Tor in die Region

Uwe Hacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duderstadt, ver Der Hallenneubau, den der Duderstädter Unternehmer und Ehrenbürger Hans Georg Näder der Stadt zu seinem 60. Geburtstag schenken möchte, soll multifunktional und flexibel nutzbar sein. „Die Halle muss zu Duderstadt passen. Sie darf nicht zu groß und nicht zu klein sein.“ Außerdem soll sie, so Ley, „Tor in die Region sein“. Architekt Michael Schmutzer sagte, es solle bei Diskussionen nicht um die Personenzahl gehen, die der Neubau fasse, denn das sei abhängig von der Art der Veranstaltung. Und Stadtplaner Dirk Puche hob hervor, dass Duderstadt den Mut haben sollte, etwas Besonderes zu schaffen, was im Umkreis bis zu 100 Kilometern andere Veranstaltungshallen nicht bieten könnten.
Dem aktuellen Plan zufolge ist der Hallenneubau auf dem Ziegeleigelände Bernhard skizziert. Dort ist zurzeit auch der geplante Hotelneubau und das neue Wohngebiet vorgesehen. Lediglich der Brauereibau ist noch am Rand der Talwiese angeordnet.
Beim sogenannten Scoring-Termin beim Landkreis sei die derzeitige Plan-Vision vorgelegt worden, um frühzeitig Rückmeldungen über mögliche Versagungsgründe zu erhalten, erläuterte Ley. Klar sei, dass „eine nicht unerhebliche Reihe von Fachgutachten“ notwendig sein werden.
Uwe Hacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duderstadt, vermisste mit Blick auf die Planung „das Gesamtkonzept“. Dazu zählten aus seiner Sicht auch Fragen der Infrastruktur wie Parkplätze oder die verkehrliche Anbindung an die künftige Umgehungsstraße. be

Der nächste Info-Termin zum Projekt Futuring Duderstadt ist am 20. September geplant.

Authored by: Blick Redaktion