Feriencamp ab 2. Juni geöffnet
Geschäftsführer Talvan Harris von Rauchfuß auf der Baustelle für das kleine Feriendorf. 

Feriencamp ab 2. Juni geöffnet

Das neue Feriencamp im Kolping-Ferienparadies auf dem Pferdeberg wird am Sonnabend, 2. Juni, ab 15 Uhr im Kreise geladener Gäste eröffnet. In drei Häusern soll Feriengästen eine andere Wohnform als im Haupthaus geboten werden. „Für die Öffentlichkeit richten wir spätestens bis zum Ende der Sommerferien einen Tag der offenen Tür aus“, kündigt der Geschäftsführer des Familien-Ferienwerks, Talvan Harris von Rauchfuß, an.

„Wir können mit dem Camp die Zukunft der Kolpingferienstätte weiter gestalten und das Haus sichern, aus einer Vision wird Realität“, sagt von Rauchfuß. Die Häuser im Blockhüttenstil sind während der Ferienzeiten geeignet für Familien als Selbstversorger und stehen ansonsten für Landschulaufenthalte oder andere Gruppen bereit.

Kosten für kleines Feriendorf betragen 1,7 Millionen Euro

Die Kosten für die kleine Feriensiedlung lägen bei rund 1,7 Millionen Euro und damit rund 200 000 Euro über der ursprünglich veranschlagten Summe. Das Land Niedersachsen und der Bund fördern die Gesamtinvestition mit jeweils 250 000 Euro, der Rest sei Eigenkapital des Kolping-Familien-Ferienwerks. Der Bau eines vierten Hauses, das als zentraler Versammlungsraum für Gruppen geplant war, sei vorerst zurückgestellt worden. In jedem Haus gibt es drei Apartments, diese sind 45 Quadratmeter groß und für bis zu maximal sechs Personen ausgelegt. Neben zwei Schlafräumen verfügen die Apartments über eine Pantry-Küche, in der sich die Gäste selbst versorgen können, einem Wohn- und Essbereich, Dusche und WC sowie einer überdachte Außenterrasse. Bewusst sei eine barrierefreie Wohnung für maximal vier Personen in jedem Haus eingebaut worden.

„Inklusion, nicht Ghettoisierung“ sei das Ziel, verdeutlicht von Rauchfuß. Die Fußböden sind mit Eichenparkett, die Wände im Schlafbereich mit Kieferpaneelen versehen, sichtbare Klinker prägen die Optik im Wohn- und Essbereich. Die Außenfassade wird komplett mit imprägniertem Holz gestaltet.

Mit dem Bau der Häuser, für die im September der Spatenstich erfolgte, seien die Arbeiten noch nicht beendet, erläutert der Geschäftsführer. In der Mitte des Platzes zwischen den Häusern werde im Sommer ein Spielplatz für Kinder errichtet. Außerdem müsse noch der Weg angelegt werden, der vom Parkplatz in einer Schleife zum Feriencamp führe. Es könne nicht die kürzeste Verbindung gewählt werden. Denn um den Weg behindertengerecht zu gestalten, dürfe dieser nur eine Steigung von maximal sechs Prozent aufweisen. Im Außenbereich werden am Wirtschaftsweg noch Parkplätze angelegt, die Arbeiten starten voraussichtlich unmittelbar nach den Sommerferien, erklärt der Geschäftsführer. Auf der Seite zum Gebäude sei die Einrichtung von Parkplätzen geplant, die in Fischgrätenform angelegt werden. Genehmigt seien 24 Parkplätze. Auf der anderen Seite entstehe eine neue Busspur. Dort könnten im Sommer auch Wohnmobile stehen.

Um keinen Gegenverkehr zu erzeugen, werde eine Ausfahrt nach hinten geschaffen und eine Art Kreisverkehr eingerichtet. Außerdem soll es auf dem neuen Parkplatz Elektro-Ladesäulen geben. Es werde überlegt, ob die Säulen auch für andere Nutzer freigegeben werden.

Alternative Energien gewinnen an Bedeutung

Alternative Energien seien auch ein Thema im Ferienparadies Pferdeberg. Die Photovoltaikanlage leiste seit Jahresbeginn 99 Kilowatt in der Spitze. Insgesamt würden in der Familienferienstätte fast 140 Kilowatt Strom erzeugt, da das Blockheizkraftwerk (BHWK) für 16 Kilowatt sorge. Der Einbau des BHWK sei eine der Maßnahmen gewesen, in die das Familienwerk während der Jahre 2009 bis 2015 insgesamt 1,3 Millionen Euro investiert hatte, sagt von Rauchfuß. Dazu zählten ebenso eine Wellnessoase, ein Massagestudio, der barrierefreie Umbau eines Teils der Ferienstätte, die Renovierung der Flure und des Tagungsraumes, der auch mit neuer Medientechnik ausgestattet wurde.

Von Axel Artmann

Authored by: Blick Redaktion