Südniedersachsentage
Siegfried Kappey erläutert das Konzept, im Hintergrund Alexander von Uslar-Gleichen.

Südniedersachsentage

Bei den ersten Südniedersachsentagen im September wollen regionale Erzeuger ihre Produkte vorstellen. Ausgerichtet werden die Südniedersachsentage am 15. und 16. September auf dem Rittergut Freiherr von Wangenheim in Waake vom Erzeugerverband Südniedersachsen. Rund 50 regionale Erzeuger werden im Innenhof des Gutes ihre Waren präsentieren und die Besucher darüber informieren, unter welchen Bedingungen die regionalen Produkte entstanden sind.

Schöne Landschaft ins Bewusstsein rufen

Nach Angaben des Vorsitzenden des Erzeugerverbandes Südniedersachsen, Siegfried Kappey, ist Regionalität ein Thema, das die Menschen stark beschäftige. „Wir wollen mit den Südniedersachsentagen einen Gegensatz zu globalen Anbietern setzen. Und eine Rückkehr zu Ehrlichkeit und Vertrauen erreichen“, erklärt Kappey. Damit sei auch die Wiederentdeckung nachbarschaftlicher Leistungen gemeint. „Wir wollen mit der Veranstaltung den Menschen auch die Schönheit unserer Landschadschaft ins Bewusstsein rufen“, betont Kappey.

Unterstützt werden die ersten Südniedersachsentage unter anderem von den Landkreisen Göttingen und Northeim, der Samtgemeinde Radolfshausen, der Gemeinde Waake und dem niedersächsischen Ministerium für Ernährung. Die ersten Südniedersachsentage sollen nach den Planungen des Erzeugerverbandes nicht die letzten sein. „Wir planen, die Veranstaltung in den kommenden Jahren durch die Region wandern zu lassen“, erläutert Kappey. Wer im September noch dabei sein möchte, aber kein Mitglied des Erzeugerverbandes ist, soll in den kommenden Wochen noch die Gelegenheit erhalten, sich anzumelden.

Umfangreiches Bühnenprogramm

In Waake können die Besucher am Sonnabend, 15. September, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 16. September, von 10 bis 17 Uhr nicht nur Stände regionaler Anbieter besuchen, sondern auch ein umfangreiches Bühnenprogramm erleben. „Wir wollen insbesondere für Familien ein abwechslungsreiches Programm anbieten“, sagt Gaby Gesenberg, Mitarbeiterin der Veranstaltungsagentur Festfabrik, welche die Südniedersachsentage organisiert. Derzeit sei man mit zahlreichen Musikern in Verhandlungen und hoffe, schon bald das endgültige Programm vorstellen zu können.

Außer den Ständen von regionalen Erzeugern soll es auch Kunsthandwerkerstände geben. „Man kann sich die Veranstaltung wie ein buntes Markttreiben vorstellen“, so Gesenberg.

Während der Südniedersachsentage haben die Besucher nicht nur die Möglichkeit, die Erzeuger regionaler Produkte kennenzulernen, sondern sie können die Produkte auch probieren. Unter anderem werden Honig, Kartoffeln, Obst, Käse- und Wurstspezialitäten angeboten. „Wir möchten, dass die Verbraucher während der zwei Tage mit den Erzeugern ins Gespräch kommen. Dies trägt zu Transparenz und Ehrlichkeit bei, so dass Vertrauen entsteht“, hofft Kappey. Christel Wemheuer (Grüne), erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen, betonte, dass es wichtig sei, Regionalität größer zu denken. „Es wird zwar viel über Regioalität gesprochen, aber viele Menschen wissen nicht, was bei uns angebaut wird“, bedauert Wemheuer. Um dies zu ändern, seien die Südniedersachsentage eine gute Gelegenheit.

Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) hat beobachtet, dass immer mehr Menschen den Wunsch verspüren, auf regionale Produkte zurückzugreifen. „Regionalität bedeutet Heimat“, sagt sie. Aus ihrer Sicht stehen regionale Produkte zudem für Geschmack. Deshalb hoffe sie, dass zahlreiche Besucher die Veranstaltung nutzen, um sich zu informieren. „Für uns ist wichtig, dass wir mit unserer Veranstaltung die Diskussion, die zu Regionalität gibt, unterstützen können“, ergänzt Kappey.

Authored by: Blick Redaktion