Barteroder Bihunsuppe endgültig am Ende
Die Produktion der Barteröder Suppen ist inzwischen eingestellt worden.

Barteroder Bihunsuppe endgültig am Ende

Die insolvente Athalevo Foods GmbH aus Barterode steht endgültig vor dem Aus. Dies bestätigte Insolvenzverwalter Jens Köke auf Nachfrage. Die Produktion sei eingestellt und 45 Mitarbeitern gekündigt worden; 33 seien bereits freigestellt. Nur der vorhandene Warenbestand werde noch verkauft.

Noch im Juni hatte sich Köke hinsichtlich der Suche nach möglichen Käufern optimistisch geäußert: „Das Interesse ist da, und ich habe bereits erste Gespräche geführt“, bestätigte er im Tageblatt. „Die Investorensuche ist zwischenzeitlich gescheitert, nachdem der zuletzt einzig verbliebende ernsthafte Interessent Ende Juli eine Absage erteilt hat“, musste Köke jetzt einräumen.

Keine Investoren – und keine Hoffnung mehr

Der Insolvenzverwalter sieht gleich mehrere Gründe für die gescheiterte Sanierung des Unternehmens. Köke betont, dass Athalevo selbst nahezu über keine eigenen Vermögenswerte verfüge. „So liegen die Markenrechte der Schuldnerin bei Dritten. Sämtliche Maschinen sind mit Aus- und Absonderungsrechten belastet. Ebenfalls steht die Betriebsimmobilie im Eigentum Dritter“, so Köke.

Einen weiteren entscheidenden Grund für das Aus sieht er darin, dass das sogenannte IFS-Zertifikat für den Produktionsstandort in Barterode im Juli 2018 ausgelaufen war. Dieses Zertifikat sei im lebensmittelrechtlichen Bereich Voraussetzung, um Produkte in den großen Einzelhandelsketten platzieren zu können. Zertifiziert werden jeweils für ein Jahr. In jährlichen sogenannten Audits wird überprüft, ob ein neues Zertifikat für ein weiteres Jahr ausgestellt werden kann. Und genau dies wurde Athalevo bei der jüngsten Überprüfung verwehrt. Laut Köke lag das daran, dass die schon im Audit 2017 monierten Probleme nicht hätten behoben werden können.

Keine finanziellen Mittel zur Überbrückung

Zwar sei es gelungen, die defizitäre Situation der Athalevo Foods GmbH seit der Insolvenzantragstellung durch verschiedene Maßnahmen zu verbessern. Dennoch bedeute der Verlust des IFS-Zertifikates das Ende des Geschäftsbetriebes. Eine Fortführung oder gar eine Wiederaufnahme der Produktion erscheint unter den gegebenen Umständen ausgeschlossen. „So ist es leider“, bestätigt Köke. Mittlerweile sind die Internetseite der Athalevo Foods GmbH, die Facebookseite „Barteroder Suppen“ sowie der Onlineshop „Barteroder Suppenversand“ abgeschaltet worden.

Von Markus Riese

Authored by: Blick Redaktion