Baptistenkirche: 2019 soll der erste Film laufen
Die ehemalige Baptistenkirche an der Bürgerstraße soll ein Kino und Veranstaltungshaus werden. MdB Thomas Oppermann (SPD) informiert sich bei den Mitgiedern vom Verein der Filmfreunde und einem Investor über die Pläne und den Sanierungsstand der Kirche.

Baptistenkirche: 2019 soll der erste Film laufen

Im Februar hat Gerhardt Rocznik den Kaufvertrag für die ehemalige Baptistenkirche an der Bürgerstraße unterschrieben. Sobald die Genehmigung vorliegt, sollen jetzt die Umbauarbeiten beginnen.

Wo in Kürze ein Kino, ein Café und Studentenwohnungen entstehen sollen, herrscht derzeit aber noch der marode Charme vergangener Zeiten vor. Große Teile der Fensterscheiben liegen als Glassplitter auf dem Boden, und auch im Inneren sind die Zeichen der Yeit zu sehen. Und dennoch gehen Investor Rocznik und Wilfried Arnold als künftiger Kinobetreiber mit leuchtenden Augen durch das Gebäude an der Bürgerstraße.

Sie präsentierten am Mittwoch die aktuellen Pläne dem SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann und den Göttinger Filmkunstfreunden. Die Initiatoren des Projekts versuchen seit mittlerweile acht Jahren, das Gebäude als Kino zu beleben. „Anscheinend befinden wir uns jetzt auf der Erfolgsspur“, formulierte Matthias Sonnenburg bei der Begehung noch immer recht vorsichtig.

Er habe die alte Kirche nicht gekauft, um damit Geld zu verdienen, sagte er am Mittwoch. Bei Vertragsunterzeichnung hatte man Stillschweigen über die Kaufsumme vereinbart, für die Sanierung veranschlagte Rocznik im Februar eine halbe bis eineinhalb Millionen Euro.

Auch auf die Filmfreude kommt noch ein finanzieller Kraftakt zu. Sie müssen etwa 200 000 Euro aufbringen, um Film- und Tontechnik und weitere Ausstattung anzuschaffen. Im Oktober starte deshalb eine groß angelegte Spender- und Sponsorensuche. Als Premierentermin nennt Arnold vorsichtig den Spätherbst 2019. Rocznik ist optimistisch. Noch vor dem Winter sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein. ms

Authored by: Blick Redaktion