Magische Momente am Kiessee
Die Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen organisierte den Lichterlauf in diesem Jahr zum zweiten Mal – und zog damit diesmal sogar noch mehr Teilnehmer an als bei der Premiere. Foto: Richter

Magische Momente am Kiessee

Vermutlich mehr als 6000 Teilnehmer und Zuschauer drehten am frühen Sonnabendabend ihre Runden um den Göttinger Kiessee, um beim zweiten Göttinger Lichterlauf den Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen zu unterstützen, der das Wohltätigkeits-Event im vergangenen Jahr selbst aus der Taufe gehoben hatte.
Die Idee dahinter: Der Lauf soll mit seinen Erlösen zur Finanzierung des Vereins beitragen – insbesondere für den Betrieb des Elternhauses am Papenberg. Der Verein müsse sich zu mehr als 50 Prozent selbst tragen, wie die Lichterlauf-Schirmherren Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU), beide Mitglied des Deutschen Bundestages, kurz vor dem Start auf der zentralen Bühne erläuterten. Auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) wies auf die Bedeutung der Einrichtung hin, die vielen Menschen in schwierigen Situationen Halt gebe.
Animiert von Geburtstagskind Andreas Lindemeier und seinem Co-Moderator Dennie Klose sagten Oppermann und Güntzler spontan zu, mit dem FC Bundestag ein Benefiz-Fußballspiel gegen eine Göttinger Lokalauswahl auszurichten. Auf diese Weise soll ebenfalls Geld für das Elternhaus gesammelt werden.
Am Sonnabend taten dies Tausende, indem sie eifrig ihre Runden um den Kiessee drehten und anschließend für jede absolvierte Runde einen Betrag ihrer Wahl im Spendenzelt abgaben. Dabei spielte es keine Rolle, ob jemand die Strecke laufend, walkend oder spazierend hinter sich brachte. Ohnehin hielten viele Teilnehmer immer wieder zwischendurch inne, um sich die teils spektakulären Lichtinstallationen von Steffen Mühl und seinen Mitarbeitern der Firma Lighthouse anzuschauen oder an der Strecke der Live-Musik zu lauschen, die an insgesamt elf Stationen in großer Vielfalt dargeboten wurde. Mehr als 200 Musiker waren im Einsatz, dazu rund 150 freiwillige Helfer.
Unter den Läufern, von denen sich viele selbst kreativ illuminierten, fanden sich Feuerwehrleute und Football-Spieler, Promis und Leute von nebenan, Jugendliche und Rentner. „Ich bin total zufrieden“, strahlte Dagmar Hildebrandt-Linne, Geschäftsführerin des Elternhilfe-Vereins, schon vor dem Hauptlauf. Zuvor hatten bereits etwa 400 Kinder einen eigenen Lauf mit verkürzter Strecke hinter sich gebracht.
Den Startschuss gaben neben Oppermann, Güntzler und Köhler diesmal Dreispringerin Neele Eckhardt und Gänseliesel Sophia Armonies. mr

Bildergalerie und Video: gturl.de/lichterlauf18

Authored by: Blick Redaktion