Bihunsuppe steht wieder im Regal
Bihun Suppe nach Barteroder Rezept gibt es auch weiterhin. Foto: Hinzmann

Bihunsuppe steht wieder im Regal

Das Aus für die „Indonesia“-Bihunsuppe made in Barterode kam im August. Der Hersteller „Athalevo Foods GmbH“ stellte nach einem Insolvenzverfahren die Produktion ein, 45 Mitarbeitern wurde gekündigt.

Inzwischen ist die Suppe wieder im Handel. „Es geht weiter“, sagt Klaus Petersen. Allerdings nicht in Barterode. Die Dreistern Konserven GmbH & Co KG aus Neuruppin, so der Neuruppiner Petersen, hat die Produktion der Bihunsuppe unter dem Titel „Indonesia“ aufgenommen und vertreibt sie auch bundesweit.

Rezept, Produktion und Vertrieb der „original indonesischen Kultsuppe“ wurde aus Barterode übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung von Dreistern. Sie werde nach Original-Rezept aus Indonesien hergestellt und gelte „mit ihrer authentischen Historie als echte Marke unter den asiatischen Suppen und Gerichten“.

„Wir freuen uns, das Indonesia-Sortiment in guter und gleichbleibender Qualität weiterzuführen, da asiatische Suppen und Gerichte in Deutschland nachhaltig stark gefragt sind, gerade von jüngeren und jung gebliebenen Menschen“, erläutert die Dreistern-Geschäftsführung. Zum übernommenen Indonesia-Sortiment mit dem markanten gelb-grünen Erscheinungsbild gehören außer der Bihunsuppe das Nasi Goreng, die Thai-Suppe und der Hot Pot.

Reste für 50 Cent pro Dose

Das Markenrecht liegt bei der neu gegründeten Göttinger Cenabis GmbH mit dem Geschäftsführer Thomas Loibl, ehemals Geschäftsführer der insolventen „Athalevo Foods GmbH“. Auf der Internetseite von Cenabis heißt es: „Von uns entwickelte und langjährig geführte Marken wie Indonesia oder Barteroder Feinkost wurden von der Lebensmittelzeitung 2013 und 2014 zur Top Marke in der Kategorie Suppen und Eintöpfe ausgezeichnet. Mit dieser Expertise beraten und unterstützen wir in praktischer Alltagsarbeit kleine und mittelständische Lebensmittelhersteller in den Themen Markenaufbau, Marketing, Personalentwicklung und Vertrieb.“

Athalevo-Insolvenzverwalter Jens Köke bestätigt, dass die Marke Indonesia nicht zur Insolvenzmasse von Athalevo gehört. Während Dreistern derzeit die großen Supermarktketten beliefert, gibt es in Barterode am ehemaligen Produktionsstandort noch Suppen-Restbestände, die verkauft werden sollen. „50 Cent pro Dose“, sagt Köke.

mib

Authored by: Blick Redaktion