Erbsensuppe für den guten Zweck – Keiner soll einsam sein
Es wird ausgeschenkt: Erbesensuppe für die Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ in Göttingen. Foto. Heller

Erbsensuppe für den guten Zweck – Keiner soll einsam sein

Schon vor zehn Uhr standen die ersten Suppenfreunde bei Sonne und niedrigen Temperaturen an der Theke: Am Sonnabend haben bekannte Göttinger vor dem Alten Rathaus wieder Erbsensuppe für die Tageblatt-Weihnachtshilfe ausgeschenkt. Das Wetter: ideal. Die Suppe: vegan. Die Göttinger an der Schöpfkelle: begeistert.
Zum ersten Mal war der neue Kämmerer der Stadt, Christian Schmetz bei der Benefizaktion dabei. Er hatte die letzte Schicht übernommen und teilte bis zur letzten Portion Erbsensuppe an die Göttiger aus – weit länger als die eigentlich vorgesehene halbe Stunde. „Bei dem Wetter macht das doch richtig Spaß“, sagte auch seine Mitschöpferin Petra Reußner, die mehr als eine Stunde lang den Schöpflöffel schwang. DRK-Frau Reußner und Schmetz waren zum ersten Mal beim großen Suppenausschank am Gänseliesel mit von der Partie, ebenso wie der neue Geschäftsführer der Volkshochschule Göttingen, Hagen Zywicki. Der teilte sich die Suppenstation mit GöSf-Chef Alexander Frey, quasi ein alter Hase an der Kelle. Auch Polizeichef Thomas Rath und Pressesprecherin Jasmin Kaatz zählten zu den treuen Austeilern für den Guten Zweck.

Mehr als 2300 Portionen Suppe

Gegen 13 Uhr waren Wurst und Suppe ausverkauft. „Etwa 2000 Portionen“, sagt Organisator Benjamin Wolf. Kein Wunder, denn schon kurz vor dem Beginn standen die Ersten am Ausschank, viele Besucher kamen mit Gefäßen, um sich Suppe mit nach Hause zu nehmen. „Ein Besucher orderte bei mir gleich elf Portionen“, sagte Fritz Güntzler, CDU-Bundestagsabgeordneter und Suppen-Helfer. Abgelöst wurde er von seinem SPD-Bundestagskollegen Thomas Oppermann und Landtagspräsidentin Gabriele Andretta – die mit eigener Namens-Schürze zum Austeilen kam.
1000 Liter Suppe hatte das Studentenwerk in großen Kesseln gekocht, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk sorgten für die Logistik.
Mehr als 300 Portionen Erbsensuppe sind am Sonnabend auf der Marktstraße in Duderstadt zugunsten der Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ verkauft worden. „Eine tolle Aktion“ so die Akteure.
Ehrenamtliche des DRK Duderstadt, des Bevölkerungsschutzes des Landkreises und des Malteser Hilfsdienstes hatten am frühen Sonnabendmorgen bereits die Zelte für die Hilfsaktion aufgebaut. Tags zuvor hatte das DRK Duderstadt bereits die Suppe vorbereitet, die am Sonnabend dann aus der mobilen Feldküche in der Fußgängerzone für den guten Zweck verkauft wurde. Bekannte Eichsfelder haben sich dafür eigens in den Dienst der guten Sache gestellt und die Erbsensuppe ausgegeben. Den Auftakt machten Caritas-Chef Ralf Regenhardt und Propst Bernd Galluschke. Beide hatten sichtlich Spaß bei der Arbeit an der Kelle.

Ein Tag der Solidarität
Sie wurden abgelöst von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte und Pastorin Christina Abel. Die Pastorin hält Hilfsaktionen wie die „Keiner soll einsam sein“ des Tageblatts für sehr wichtig, „weil Armut ja auch im Verborgenen ist. Die Menschen brauchen reale Hilfe, damit die Seele nicht verzweifelt“, sagte sie. Und um Hilfe zu geben, brauche es Geld, das durch solche Aktionen eingenommen werde. Aber der Suppenverkauf in der Innenstadt rücke auch das Problem Armut ins Bewusstsein, so Abel und hofft, „dass sich die Aktion auch in Duderstadt etabliert“. An den Schöpfkellen folgten Holger Willuhn von der Volksbank Mitte und Manfred Thiele von der Lebenshilfe Eichsfeld. Willuhn lobte das bürgerschaftliche Engagement hervor, das in Duderstadt an den Tag gelegt werde. Björn Henkel, ebenfalls von der Volksbank Mitte, und Duderstadts Polizei-Chef Karl-Hubert Wüstefeld übernahmen im Anschluss den Suppenausschank und stimmten sogar geschäftstüchtig das Liedchen „Es ist noch Suppe da“ an. An der Suppenausgabe standen zum Abschluss Uwe Hacke von der Sparkasse Duderstadt und Anka-Maria Walther vom Treffpunkt Stadtmarketing. Als ihre „Schicht“ endete, war tatsächlich noch Suppe da. Die ließen sich am Ende die ehrenamtlichen Helfer um Bereitschaftsleiter Gellert schmecken, bevor es routiniert ans Abbauen ging.

Heiligabendkreis
Die Akteure zeigten sich am Ende mit der Aktion zufrieden. „Es wurden mehr als 300 Portionen Suppe in Duderstadt verkauft“, sagte Wolfgang Stoffel, Organisator der Tageblatt Weihnachtshilfe „Keiner soll einsam sein“. Ehrenamtliche Helfer wie auch die Käufer der Suppe hätten an diesem Tag ihre Solidarität mit den Menschen gezeigt, denen es nicht so gut geht, sagte Regenhardt. Aus dem Erlös des Suppenverkaufs in Duderstadt werde unter anderem der Heiligabendkreis Duderstadt unterstützt, der an Heiligabend dafür sorge, dass keiner einsam sein müsse, sagte Stoffel. Und auch Menschen in besonderen Notlagen könnten in Absprache mit den Hilfsorganisationen vor Ort Unterstützung erhalten.

Termin für einen „Keiner soll einsam sein“-Erbsensuppennachschlag ist am 17. November im „Kauf Park“ in Göttingen.

Von Britta Eichner-Ramm und Britta Bielefeld

 

Authored by: Blick Redaktion