Keine Entrümpelungen über den Sperrmüll
Für Sperrmüll können Wunschtermine vereinbart werden. Foto: r

Keine Entrümpelungen über den Sperrmüll

In der Abfallbeseitigung im Landkreis Göttingen wird es im kommenden Jahr teils erhebliche Änderungen geben. Für die entsprechenden Satzungen hat sich am Mittwoch der Umweltausschuss des Landkreises ausgesprochen.

Trotz der Fusion der beiden Altkreise Göttingen und Osterode wird es weiterhin zwei unterschiedliche Abfallwirtschaftssatzungen und damit unterschiedliche Regeln geben. Eine der wichtigsten Änderungen im Gebiet des Altkreises: die Regelungen für den Sperrmüll. Gegen eine Gebühr kann der Auftraggeber beantragen, dass Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott aus der Wohnung oder Keller geholt werden. Gründe für dieses Angebot sind der demografische Wandel und vermehrte Bürgeranfragen.

Ab 2019 wird es keine Begrenzung der Anzahl der gebührenfreien Abholungen von Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott mehr geben. Damit entfällt die Gebührenpflicht ab der zweiten Abholung. Zugleich wird die zulässige Menge pro Abholung von drei auf vier Kubikmeter erhöht. Das Abfallkonzept überzeugte: Einstimmig sprach sich der Umweltausschuss für beide Abfallwirtschaftssatzungen aus.

Wunschtermin gegen Gebühr

Für die Abfallarten Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektroschrott kann zudem ein Wunschtermin beantragt werden – gegen eine gesonderte Gebühr. Darüber hinaus wird die Sperrmüllmenge pro Abholung auf vier Kubikmeter beschränkt. „Derzeit“, so die Begründung, „werden ganze Hausentrümpelungen und -renovierungen über die Sperrmüllabfuhr abgewickelt, was auch diejenigen mitbezahlen, die in einer Wohnung leben.“

Diese Belastung der Sperrmüllabfuhr sei für die Kreisabfallwirtschaft nahezu unkalkulierbar. Von der Mitnahme ausgeschlossen sind Bau- und Renovierungsabfälle. Zwar seien bereits jetzt schon Bau- und Abbruchabfälle von der Mitnahme ausgeschlossen, die neue Formulierung soll jedoch klar machen, dass Bau- und Renovierungsabfälle nicht zum Sperrmüll und Altholz gehören.

Von Matthias Heinzel

Authored by: Blick Redaktion