Maria Schmidt soll neue Schuldezernentin werden
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Maria Schmidt soll neue Schuldezernentin werden

Göttingen. Jetzt ist es dingfest: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) wird dem Rat der Stadt Göttingen Maria Schmidt (Grüne) als neue Schul-, Jugend- und Personaldezernentin vorschlagen. Die meisten Ratsfraktionen hatten bereits Zustimmung signalisiert, falls es so kommen sollte.

Schmidt ist in Göttingen keine Unbekannte. Die 52-jährige Erste Beigeordnete der Stadt Höxter und Vertreterin des Bürgermeisters hat nach ihrer Verwaltungsausbildung bis 2014 bereits 25 Jahre in der Stadtverwaltung gearbeitet – die letzten elf Jahre davon als Leiterin des Fachbereiches Schule. Seit 2014 ist Schmidt Dezernentin der Stadt Höxter und auch Vertreterin des Bürgermeisters. Dort ist sie unter anderem für Schule, Sport, Soziales, Jugend, Wirtschaftsförderung, Kultur, Ordnung, Feuerwehr und Straßenverkehr zuständig.

Siegfried Lieske ist seit Februar 2011 Dezernent in Göttingen. Zunächst war der 64-Jährige für die Bereiche Jugend, Schule und Ordnung zuständig, seit 2015 fallen die Bereiche Personal, Schule und Jugend in sein Ressort. Ende Januar beendet er seine Tätigkeit als Wahlbeamter.

Drei Bewerber in der engeren Wahl

Die Stadt hatte die vakante Stelle bundesweit ausgeschrieben. Nach einem Auswahlverfahren hatten es drei Bewerber in die engere Wahl geschafft – neben Schmidt zwei Männer. Alle drei haben sich in den Ratsfraktionen vorgestellt.

Aus den Fraktionen kommt Zustimmung, sollte der Oberbürgermeister Schmidt vorschlagen. „Mit ihr bekämmen wir jemanden, mit großer Verwaltungserfahrung in gehobener Position, der sich in möglichst vielen der betroffenen Fachbereiche des Ressorts auskennt“, begründete der Vorsitzende Rolf Becker die Position der Grünen. Sie sei in der Lage, gute Ideen und Strategien durchzusetzen und habe „eine gute Hand, dafür Mehrheiten zu bekommen“.

Auch die CDU würde Schmidt unterstützen, bestätigte ihr Vorsitzender Hans-Georg Scherer. Sie habe „eine überzeugende Vorstellung gegeben“. Schon zu ihrer Zeit als Leiterin des Schulamtes habe es mit ihr eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben. Ähnlich äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Tom Wedrins: „Maria Schmidt ist kommunikativ, hat eine hohe Kompetenz und eine Klarheit bei den Dingen, die anstehen – und sie kennt die Göttinger Schullandschaft.“ Zudem sei sie in der Lage, Kompromisse zu schmieden. Auch die Linken würden Schmidt ihre Stimmen geben. Unter den drei Endkandidaten „war sie eindeutig die Fachnaheste“, sagte ihr Fraktionsvorsitzender Gerd Nier.

Qualifikation und Parteibuch wichtig

Die Dezernenten der Stadt sind sogenannte Wahlbeamte. Sie werden vom Rat der Stadt gewählt. Allerdings hat der Oberbürgermeister das Vorschlagsrecht. Das könnte er zur nächsten Ratssitzung am 16. November wahrnehmen.

Schmidt und zwei männliche Bewerber waren bei der bundesweiten Stellenausschreibung in die engere Auswahl gekommen. Die Stelle muss neu besetzt werden, weil Dezernent Siegfried Lieske Ende Januar in den Ruhestand geht. Maria Schmidt (52) ist seit 2014 Dezernentin und Vertreterin des Bürgermeisters der Stadt Höxter. Zuvor hatte sie 25 Jahre in der Göttinger Stadtverwaltung gearbeitet, davon elf Jahre als Leiterin des Schulamtes.

Nach der in Göttingen gängigen parteipolitischen Proporz-Praxis steht der Dezernatsposten für Schule, Jugend und Personal den Grünen zu – bei entsprechender Qualifikation der Bewerber. Und mit der konnte Schmidt bei ihrer Vorstellung in den Göttinger Ratsfraktionen punkten.

Von Ulrich Schubert

Authored by: Blick Redaktion