Offener Heiligabend in der Mensa
Heiligabend in der Zentralmensa des Studentenwerks: Die Tageblatt-Hilfsaktion bekommt für dieses Jahr einen neuen Gastgeber.

Offener Heiligabend in der Mensa

Für alle, die den Nachmittag des 24. Dezember nicht allein verbringen möchten, wird es auch in diesem Jahr wieder einen „Offenen Heiligabend“ der Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ geben – diesmal aber nicht in der Stadthalle, sondern in der Zentralmensa des Studentenwerks Göttingen am Platz der Göttinger Sieben.

Weil die Stadthalle aufgrund der beginnenden Sanierungsarbeiten nicht mehr nutzbar ist, mussten die Organisatoren von „Keiner soll einsam sein“ sich nach einer Alternative umschauen. Die Wahl fiel schnell auf die Zentralmensa. „Organisatorisch wird es dadurch sogar einfacher“, sagt Sina Gottschalk von der Veranstaltungsagentur Festfabrik. Das Team des Studentenwerks bereite ohnehin das Essen für den Abend zu. „Nun sind wir direkt vor Ort, das Essen muss also nicht noch an einen anderen Ort geliefert werden“, erklärt Gottschalk. „Wir haben in der Mensa Platz für 400 Besucher“, sagt Wolfgang Stoffel, der schon viele Heiligabende für „Keiner soll einsam sein“ mitorganisiert hat. Seiner Einschätzung nach sind alle Vorbereitungen für die Premiere am neuen Ort voll im Zeitplan: „Das wird eine hoch attraktive Weihnachtsfeier“, ist sich Stoffel sicher. Das Engagement aller Beteiligten sei vorbildlich. „Die vielen ehrenamtlichen Helfer opfern für diese Veranstaltung ja sogar ihren eigenen Heiligabend“, pflichtet Gottschalk bei. Etwa 80 Freiwillige werden es auch diesmal wieder sein, darunter 20, die zum ersten Mal mit anpacken. Engagierte

Helfer auf freiwilliger Basis

Anpacken, das gilt dann auch für die 13 der insgesamt mehr als 300 Beschäftigten des Studentenwerks, die für den Offenen Heiligabend eingesetzt werden. Sie werden unter anderem 450 Portionen Essen vorbereiten – Rindergeschnetzeltes mit Spätzle und Leipziger Allerlei soll es geben. „Erfreulicherweise fanden sich für die Öffnung der Zentralmensa am 24. Dezember sehr schnell und vor allem auf freiwilliger Basis engagierte Kolleginnen und Kollegen aus den erforderlichen Bereichen Küche, Essensausgabe und Betriebstechnik. Diese soziale Haltung, diese Menschlichkeit, signalisiert mir, dass unsere Mitarbeiter aufgeschlossen und hilfsbereit sind. Darauf bin ich ungeheuer stolz“, betont Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks. Nach Auskunft von Frank Sager, dem Abteilungsleiter der Campus-Gastronomie, sind auch Fragen zu den Rahmenbedingungen „für alle Beteiligten zufriedenstellend geklärt“ worden – etwa hinsichtlich der Arbeitszeit sowie der Überstunden- und Feiertagszuschläge.

Schon ab dem 21. Dezember soll der Aufbau der Möblierung beginnen – kleine Bühne inklusive. Der Einlass soll am 24. Dezember ab 15.30 Uhr über den Haupteingang des Gebäudes erfolgen – barrierefrei, wie Stoffel versichert. Um 16 Uhr beginnt eine Weihnachtsandacht mit Pastor Thomas Harms; danach sei Zeit für Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Untermalt wird das besinnliche Beisammensein erneut von Klaus Faber am Klavier.

Gemeinsames Erleben

„Wir setzen auf Bewährtes, wobei es nicht darum geht, die ganze Zeit über ein Programm zu präsentieren. Das gemeinsame Erleben des Heiligen Abends und später das gemeinsame Essen steht ganz klar im Vordergrund“, bringt es Gottschalk auf den Punkt. Die warme Mahlzeit ist für etwa 18 Uhr vorgesehen. Im Anschluss wird Andy Clapp dann doch noch für ein wenig Unterhaltung sorgen, bevor um 19.45 Uhr kostenlose Sonderbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe für einen sicheren Heimweg sorgen sollen. Wer körperlich so stark eingeschränkt ist, dass eine Nutzung der Busse nicht möglich ist, kann sich vorab bei Gottschalk melden (Telefon 0551 / 901-205). Für diese Gäste werde ein gesonderter Transport organisiert.

Authored by: Blick Redaktion