Zehn Jahre Tierschutzverein Friedland
Seit zehn Jahren gibt es den Tierschutzverein Friedland. Er hilft Tieren in Not – und organisiert inzwischen Tiergottesdienste.

Zehn Jahre Tierschutzverein Friedland

Friedland. Viele Katzen und andere Tiere hat er schon versorgt – „es werden mehrer Hundert gewesen sein“, sagt Bettina Bruder. Vor zehn Jahre hat sie mit anderen den Tierschutzverein Friedland und Umgebung gegründet.
„Wir wollten Tieren in Not noch besser helfen“, erinnert sich die Vereinsvorsitzende Bruder an die damalige Motivation mehrere Tierfreunde aus verschiedenen Dörfern in der Gemeinde Friedland. Sie seien alle seit Jahren im Tierschutz aktiv gewesen, stießen aber mehr und mehr an Grenzen.
Tierschutz habe damals in der Region Göttingen kaum eine Rolle gespielt. Es gab zwar ein Tierheim, mit dem die Aufnahme von Fundtieren grundsätzlich gesichert ist, darüber hinaus aber habe es kaum Tierschutzaktivitäten in der Region gegeben. Und bis heute sei vielen unklar, wer in welchem Fall für Tiere in Not zuständig ist. „Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins lag da nahe, auch um die finanzielle Situation zu verbessern“, so Bruder. Neben Information und Aufklärung habe zunächst eine Aufgabe im Mittelpunkt gestanden, resümieren die Vereinsmitglieder zu ihrem Geburtstag: die medizinische Versorgung und Kastration von heimatlosen Katzen. Sie werden kurzzeitig aufgenommen und nach der Kastration wieder an betreuten Futterplätzen ausgesetzt – oder an Katzenfreunde vermittelt, „sofern es ihr Charakter zulässt“. Ohne mehrere registrierte Pflegestellen engagierte Mitstreiter sei diese Arbeit allerdings nicht möglich, sagt die Vereinsvorsitzende. Inzwischen berate das Team auf Anfrage aber auch immer mehr Tierfreunde aus dem Landkreis Göttingen, die selbstständig ein Fundtier aufnehmen.

Erste Hilfe an Hund und Katze.Peter Heller
Weil der Verein kein Tierheim betreibt und keinem Geldgeber Rechenschaft ablegen muss, werden Ein- und Ausgänge nicht dokumentiert. Wie viele Tiere in den vergangenen Jahren versorgt wurden, könne sie daher nicht sagen. Das aber sei auch unerheblich – „jede gerettete Seele zählt“, so Bruder. Zu denen gehören auch ausgesetzte Frettchen und Kaninchen sowie entlaufene Hunde.
Zum ersten Mal öffentlich präsentiert hat sich der Verein bei einem Schlossfest des Kur- und Pflegeheims in Friedland. Es folgten Infostände in der Göttinger Fußgängerzone und auf der Frieda-Messe 2010. Dabei sammelte er auch Spenden, ohne die er kaum existieren beziehungsweise arbeiten könnte. Die vom ersten Geld gekauften Arbeitsmittel: ein Transportkorb und eine Lebendfalle.

Authored by: Blick Redaktion