Programm für vierte „Nacht des Wissens“ vorgestellt
Pressekonferenz zur 4. Nacht des Wissens. Foto (v. l.): Stefan Weller (UMG-Pressesprecher), Benjamin Bühring (Öffentlichkeitsarbeit der Uni, Gesamtkoordination), Prof. Dr. Ulrich Christensen (Direktor Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung), Prof. Dr. Ulrike Beisiegel (Universitätspräsidentin) und Prof. Dr. Frank Albe (Präsident der PFH Private Hochschule Göttingen). Foto: Richter

Programm für vierte „Nacht des Wissens“ vorgestellt

Göttingen. Die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, hat gemeinsam mit Vertretern der Partnereinrichtungen das Programm der „Nacht des Wissens“ vorgestellt. Bei der vierten Auflage der Veranstaltung am Sonnabend 26. Januar, können Besucher unter anderem eine Nachbildung des „ExoMars Rovers“ bestaunen und mit einem 3D-Anatomiemodell den menschlichen Körper untersuchen.

Es gebe 370 individuelle Veranstaltungen an 25 Standorten, sagte Beisiegel. „Man kann fast über jedes Wissensfeld etwas erfahren.“ Die 13 Fakultäten der Universität bieten mit Vorträgen, Experimenten und Mitmachaktionen Einblicke in ihre Arbeit an. Ansprechen solle die „Nacht des Wissens“ dabei alle Altersgruppen, meinte die Universitätspräsidentin. „So ab drei Jahren kann man schon irgendwas finden. Nach oben hin sind nur die Grenzen der Mobilität gesetzt.“

„Leicht verdauliche Häppchen“

Allein im Zentralen Hörsaalgebäude werden 92 Veranstaltungen angeboten. So gibt es unter anderem einen Science Slam und eine Vorführung mit einer mobilen Planetariumskuppel. „Das Gute ist, dass es leicht verdauliche Häppchen sind“, erläuterte Beisiegel. „Also man muss sich nicht gleich jedes Mal eine Stunde irgendwo hineindenken, sondern man kann auch mal entspannt etwas machen, das einfach nur Spaß macht.“

Außer den Fakultäten beteiligen sich unterschiedliche Partnereinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Deutsche Primatenzentrum, die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) und fünf Max-Planck-Institute (MPI) an der Veranstaltung. 37 einzelne Programmpunkte fänden am MPI statt. „Neu wird zum Beispiel ein Eins-zu-Eins-Modell des ExoMars Rovers sein, den die ESA im nächsten Jahr zum Mars starten will“, erzählte MPI-Direktor Prof. Ulrich Christensen. „Unser Institut ist auch mit einem sehr wichtigen Instrument auf diesem Rover beteiligt.“
Neu als Partnereinrichtung dabei ist Sartorius. Auf ihrem Campus können Besucher ihren eigenen Fingerabdruck wiegen, über ein Zellanalysegerät verfolgen, wie Tumorzellen zerstört werden, und mittels Pipetten und Filtern Farbstoffe aus Orangenlimonade ziehen. „Das spannendste ist das ,perfekte Mikrowellenpopcorn’“, fand der Sartorius-Sprecher Timo Lindemann. Auch im neuen Hotel Freigeist am Groner Tor können Besucher in diesem Jahr Wissenschaft erleben.

Selbst sezieren

Im Universitätsklinikum soll der Bogen vom Labor zum Patienten gespannt werden, sagte Stefan Weller, Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). „Wir haben Angebote aus der Grundlagenforschung bis hin zu der Anwendung in der Krankenversorgung.“ In diesem Jahr können Besucher zum Beispiel selbst an einem 3D-Anatomie-Tisch sezieren. njb

Das Programm und Informationen zu Anfahrtsmöglichkeiten können online unter www.ndw.uni-goettingen.de abgerufen werden; dort erfolgt auch die Anmeldung, die in bestimmten Fällen notwendig ist.

Authored by: Blick Redaktion