Freiwilligenbörsen werden fortgesetzt
„EichsfeldPlus“: Treffen der Organisatoren im Rathaus in Ebergötzen.

Freiwilligenbörsen werden fortgesetzt

Die Organisatoren des Bündnisses „EichsfeldPlus“ haben am Freitag bei einem Treffen im Rathaus Ebergötzen über die Ergebnisse der drei ersten Freiwilligenbörsen, mögliche weitere Veranstaltungen und die Einstellung einer 450-Euro-Kraft gesprochen.

Mit drei Börsen in Ebergötzen, Duderstadt und Gieboldehausen im Herbst vergangenen Jahres sollte lokalen Vereinen und Institutionen unter der Marke „EichsfeldPlus“ Gelegenheit gegeben werden, neue Ehrenamtliche zu gewinnen. Das ist auch gelungen, wie die Auswertung der im Nachgang verschickten Feedback-Fragebögen ergeben hat. Tatsächlich ist vor allem aber etwas anderes passiert: „Das Netzwerk der Leute, die sich ehrenamtlich engagieren, hat sich gefunden“, bilanziert Radolfshausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD). So sehen es auch die anderen Partner. Annelore von Hof von der Stadt Duderstadt etwa sagt: „Das größte Benefit lag darin, dass sich die Ehrenamtlichen mal getroffen haben und austauschen konnten.“

„16 von 20 Fragebögen haben wir zurückerhalten“, berichtet Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) über eine positive Resonanz der beteiligten Infostand-Betreiber. In Duderstadt seien bei 30 verschickten Fragebögen 18 zurückgekommen, dazu drei Anrufe, wie von Hof berichtet. Lediglich in Radolfshausen sei das Feedback mit sechs Rückmeldungen etwas geringer ausgefallen. Behre spricht – wie die anderen Netzwerk-Partner – dennoch von einem großen Erfolg der drei Börsen. „Allein für unsere Nachbarschaftshilfe haben sich fünf neue Freiwillige gefunden“, so der Samtgemeindebürgermeister. Auch in Gieboldehausen seien mehrere neue Ehrenamtliche „hängengeblieben“, ebenso in Duderstadt. Dort wollen sich laut von Hof vier Börsenbesucher bei den vorgestellten Landkreis-Angeboten einbringen, bis zu drei für die „Märchen der Völker“ engagieren und zwei beim Schachklub mitmachen. Drei bei der Börse eingesetzte Azubis hätten spontan zur Feuerwehr Kontakt aufgenommen. Und auch nach der Börse seien noch Kontakte geknüpft worden: So engagiere sich der stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Napp inzwischen in der Grundschule Langenhagen als Helfer in der Nachmittagsbetreuung. Ähnliches könne er sich auch in den weiterführenden Schulen vorstellen – bis hin zu möglichen Feuerwehr-AGs. „Wir haben eine wirklich große Vielfalt abgebildet, und zwar generationenübergreifend“, resümiert Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbands Südniedersachsen. Dass es so viele Interessierte gegeben habe, sei ein „sehr guter Anfang“. MR

Authored by: Blick Redaktion