Neues Hotel entsteht am Stumpfebiel
Hier soll ein neues Hotel gebaut werden: Parkplatz am Stumpfebiel.

Neues Hotel entsteht am Stumpfebiel

In Göttingen wird ein weiteres Hotel gebaut – am Stumpfebiel. Entsprechende Planungen bestätigt die Marketing-Abteilung der Firma New Yorker in Braunschweig.
Bereits in der vorbereitenden Untersuchung zum Sanierungsgebiet nördliche Innenstadt steht: „Unmittelbar angrenzend an das Untersuchungsgebiet befinden sich derzeit zwei Neubauvorhaben in Vorbereitung. Erstens eine Hotelbebauung mit Wohnappartements am Stumpfebiel und zweitens eine Neubebauung des sogenannten Grotefendareals an der Berliner Straße zwischen Eichamt und Heinz-Erhardt-Platz.“

„Eine Bebauung in dem beschriebenen Nutzungsmix an dieser Stelle ist ausdrücklich im Interesse der Stadt“, teilt Stadtbaurat Thomas Dienberg mit. Die Verwaltung habe deshalb die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Hotelneubau bereits im Zusammenhang mit der Neuplanung für das ehemalige Stadtbadareal – heute Leinebogen-Quartier – geschaffen. „Mit dem Grundstückseigentümer und potenziellen Investor gibt es recht weitgehende Gespräche über eine mögliche Bebauung“, so die Stadtverwaltung.

Das bestätigt Carolin Nixdorf, Sprecherin der Firma New Yorker. Das Braunschweiger Modeunternehmen betreibt bereits Hotels in Braunschweig und Thale. An der Weender Straße 65 betreibt die Firma ihr Modegeschäft, nach Angaben von Nixdorf ist dort in den „Obergeschossen des Bestandsbaus“ und auf dem direkt angrenzenden Parkplatz das Hotel geplant. Auf dem Parkplatz soll ein Neubau entstehen. Außerdem, so das Unternehmen weiter, werde das Gebäude an der Mühlenstraße 6 in das Projekt miteinbezogen. Das Haus soll als Denkmal saniert werden. Wie genau das Hotel einmal aussehen soll, gibt New Yorker noch nicht bekannt. „Da noch kein abgeschlossener Mietvertrag vorliegt, ist auch noch kein Bauantrag eingereicht worden“, so Nixdorf. Die Immobiliengesellschaft von New Yorker habe die Immobilie erworben, um dauerhaft einen Standort in der gut funktionierenden Göttinger Fußgängerzone für das Unternehmen zu sichern.

Nach Fertigstellung soll das Hotel etwa 130 bis 155 Zimmer bereit halten. Der Betrieb soll im Zwei- bis Drei-Sterne-Bereich angesiedelt sein.

„Göttingen ist eine historisch attraktive und durch die Universität eine junge Stadt“, so Nixdorf. Als Zielgruppe nennt New Yorker „Städtetouristen, Eltern von Studenten – die einige Tage zu Besuch sind – Angehörige von Patienten des Klinikums und Geschäftsreisende.“ Attraktiv sei das Hotel zudem für Besucher, die abends Gastronomie und Geschäfte vor der Haustür haben möchten und solche, die Göttingen zu Fuß erkunden möchten. Auch Besucher, die länger in der Stadt verweilen, werden über ein sogenanntes „Boarding-House“ Angebot angesprochen. Die Gastronomie wird wegen der geringen Flächen im Erdgeschoss nur für Hotelgäste angeboten. Über die Höhe der Investition macht die Firma noch keine Aussagen. New Yorker betreibt bereits zwei Hotel selbst in Braunschweig und Thale. Beide Häuser seien aber kleiner als dieses Projekt. mib

Authored by: Blick Redaktion