Stadthallen-Geschirr wird verkauft
Zum Verkauf: Geschirr aus den frühen Jahren der Stadthalle.

Stadthallen-Geschirr wird verkauft

Ob sie saniert oder neu gebaut wird, ist wieder ungewiss. Sicher ist, ein teil der Ausstattung wird an die Göttinger Bürger verkauft. Tassen, Tabletts und vieles mehr, als Erinnerung an den kultigen „Kachelofen“.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde nun die komplette Ausstattung erfasst, sortiert und ausgeräumt. Am Sonnabend, 2. März, haben die Göttinger von 10 bis 14 Uhr die einmalige Gelegenheit, sich im Foyer der Stadthalle am Albaniplatz noch ein Stück Original-Stadthalle zu sichern.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und seine Dezernenten – Stadtbaurat Thomas Dienberg, Kulturdezernentin Petra Broistedt und Jungendezernentin Maria Schmidt – verkaufen dann im Foyer der Stadthalle das Originalgeschirr mit dem Göttingen-G. Der Erlös kommt dem Pflegekinderdienst zu Gute. „Wir hatten bereits einige Anfragen von Interessierten, die sich eine der Fassadenkacheln sichern wollten“, erläutert Stadtbaurat Thomas Dienberg. Diese könnten laut Verwaltung allerdings nicht veräußert werden, da sie nach den bisherigen Planungen wiederverwendet werden sollen. „Das Hallen-Geschirr wird aber definitiv nicht wieder zum Einsatz kommen – ob die Halle nun saniert oder abgerissen wird“, so Dienberg. So sei die Idee entstanden, den Göttingern die Gelegenheit zu bieten, sich für kleines Geld als Alternative zur Originalkachel Stücke des Vintage-Geschirrs mit dem Göttinger „G“ zu sichern.

„Wir freuen uns, dass so ein zusätzlicher Betrag für die Ausrichtung des Pflegekinderfestes im Sommer zusammenkommen kann und wir zeitgleich Gelegenheit haben, die Öffentlichkeit für das wichtige Thema Pflegekinder zu sensibilisieren“, erläutert Jugenddezernentin Schmidt. Etwa 85 Kinder warten im Stadtgebiet pro Jahr darauf, in eine Pflegefamilie aufgenommen zu werden. Im Schnitt kann der Pflegekinderdienst jährlich bis zu 15 der Kinder vermitteln. „Wenn wir durch die finanzielle Unterstützung und die Aufmerksamkeit den Kreis interessierter potentieller Pflegeeltern vergrößern könnten, wäre das toll“, ergänzt Schmidt.

Vom Aschenbecher bis zur Zitronenscheibenpresse: Wie viele der limitierten Stadthallen-Schätzchen zu welchem Preis erhältlich sind, ist unter goe.de/rausverkauf aufgeführt. Das Geschirr, das teilweise noch aus dem Eröffnungsjahr stammt, befindet sich laut Verwaltung im „Flohmarkt-Zustand“, ist also weder geputzt noch poliert. Die verschiedenen Stücke, die für 10 Cent bis 8 Euro angeboten werden, müssen von den Käufern selbst verpackt und abtransportiert werden. Verpackungsmaterialien oder Tüten können nicht gestellt werden. Auch eine Vorbestellung oder Reservierung ist nicht möglich. bib

Authored by: Blick Redaktion