Pläne für Göttinger Innenstadt: Shoppen in ehemaliger Sparkasse
So könnte die Front am Markt aussehen. Quelle: Kiefer-und-Kiefer-Architekten

Pläne für Göttinger Innenstadt: Shoppen in ehemaliger Sparkasse

Göttingen. Noch betreibt die Sparkasse Göttingen ihre Hauptfiliale in dem Gebäudekomplex am Markt. Bald sollen dort neue Geschäfte eröffnen: Die Immobilien Weender Straße 13-15 sind seit dem vergangenen Jahr im Besitz der Hildesheimer Hanseatic-Group. Die hat bereits konkrete Pläne, wie das Quartier künftig aussehen soll.
Einkaufen, Wohnen, Gastronomie, eine Passage und das alles auf mehr als 20000 Quadratmetern Nutzfläche. Das Architektenbüro der Hanseatic hat bereits zahlreiche Visualisierungen erarbeitet, wie das Viertel einmal aussehen könnte. Über eine neue Gliederung des Quartiers wird nachgedacht. Allerdings: Die Planungen laufen noch. „Der Umbau kann erst nach erfolgreicher Schaffung des Baurechts und notwendiger Abstimmung mit den Beteiligten Gremien erfolgen“, erklärt Thomas Malezki, zuständig für das Projekt Markt Göttingen in der Hanseatic Holding. „Wir gehen davon aus, dass dieser Prozess etwa ein bis zwei Jahre in Anspruch nimmt“, sagt er weiter. Der Baubeginn ist also ab dem Jahr 2020 geplant.
Wie viele Quadratmeter des Areals für Wohnungen, und wie viele für Handel vorgesehen sind, „lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht seriös beantworten”, so Malezki. Derzeit befänden sich die Investoren in Abstimmung mit den städtischen Gremien. Geplant sei sowohl die Schaffung von Wohnraum als auch von „attraktiven Handelsflächen“. Als Ziel nennt Malezki „eine weitere Belebung der Innenstadt“.
Welche Geschäfte dort einziehen werden, stehe ebenfalls noch nicht fest. Immer wieder sind für Göttingen die Textilgeschäfte Zara und Peek & Cloppenburg im Gespräch. „Wir sind mit verschiedenen Interessenten für die geplanten Flächen im Gespräch und wollen auch die vorhandenen Mieter einbinden, insbesondere die Sparkasse bleibt uns auch über 2020 hinaus als Mieter erhalten“, sagt Malezki.
Das bestätigt André Kaufmann von der Sparkasse Göttingen. „Um die Versorgung unserer Kunden mit Bankdienstleistungen weiterhin in zentraler Innenstadtlage zu gewährleisten, hat sich die Sparkasse vertraglich zusichern lassen, dass die bisherige Hauptfiliale bis Ende 2020 in gewohntem Umfang in dem Gebäudekomplex bleiben kann. Zudem wird die Sparkasse auch zukünftig auf der Weender Straße mit einer Filiale präsent sein”, teilt er mit.
Anders die Göttinger Polizei. Die Polizeidirektion sucht bereits nach neuen Räumen: „Zum Ende dieses Jahres wird unsere Innenstadtwache aus dem Gebäude am Markt ausziehen. Für die Unterbringung unserer sechs Mitarbeiter suchen wir jetzt neue Räume“, so die Polizei auf Facebook und Twitter. Hintergrund sei aber, dass die bisherigen Räume nicht mehr zeitgemäß seien, so Michael Müller von der Polizei.
Wie viel Geld die Hanseatic-Group für das Projekt investiert, beziffert Malezki noch nicht. „In dem Moment, wenn die gewünschten und notwendigen Abstimmung bezüglich des Baurechtes erfolgt sind und feststeht, in welchem Umfang was entsteht, lässt sich auch das Investitionsvolumen beziffern.“

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Häuser unter Denkmalschutz

In dem gesamten Quartier stehen stehen nach Angaben der Stadtverwaltung elf Gebäude in verschiedenen Formen unter Denkmalschutz. Dabei handelt es sich um zwei Einzeldenkmäler, vier denkmalgeschützte Gewölbekeller sowie so genannte „konstituierende Bestandteile einer Gruppe“, als unter Ensembleschutz stehen Immobilien.
 Gotmarstraße 9 (Gewölbekeller)
 Gotmarstraße 10 (Einzeldenkmal)
 Markt 1
 Markt 2
 Markt 3 (Gewölbekeller)
 Weender Straße 11
 Weender Straße 13
 Weender Straße 15
 Weender Straße 17 (Gewölbekeller)
 Pauliner Straße 10
 Pauliner Straße 13 (Einzeldenkmal, Gewölbekeller)

Von Britta Bielefeld

Authored by: Blick Redaktion