Nach Busausfällen: Kritik an GöVB
Anwohner auf den Rohnsterrassen klagen über mangelnde Informationen: Rahima Valena und Udo Wedeken.

Nach Busausfällen: Kritik an GöVB

Die neuerliche Krankheitswelle bei den Göttinger Verkehrsbetrieben hat in den vergangenen Tagen nicht nur den Verkehrsbetrieben zu schaffen gemacht. Auch Fahrgäste ärgerten sich über die mehr als 100 Fahrten, die in der Spitze pro Tag ausfielen. Und nicht nur das: In der Kritik steht bei Anwohnern auf den Rohnsterrassen die aus ihrer Sicht mangelnde Informationspolitik der GöVB.
Immer wieder habe man während der Krankheitswelle, bei der sich 50 der rund 250 GöVB-Fahrer krank gemeldet hatten, meist ältere Personen an der Endstation Rohns getroffen, „die verzweifelt auf den Bus warten, da sie einen wichtigen Termin in der Stadt haben oder zum Bahnhof fahren müssen“, schildert Anwohner Udo Wedeken.

Vor allem war die Linie 50 betroffen, die zwischen Bahnhof und Rohns verkehrt. Den Ausfall beschreibt Wedeken als „einfach unzumutbar“. So habe es an der Informationstafel an der Bushaltestelle, auf der die normalen Abfahrten aufgeführt sind, keinen einzigen „Hinweis auf irgendwelche Ausfälle“gegeben, ärgert sich Wedeken und fragt: „Warum bringen es die Göttinger Verkehrsbetriebe nicht fertig, durch einen Aushang auf die Streichungen hinzuweisen?“ Denn wenn die GöVB auch die einzelnen Ausfälle nicht benennen könne, dann sei sie zumindest verpflichtet, auf den Informationstafeln über die aktuellen Probleme und Info-Möglichkeiten hinzuweisen, argumentiert Wedeken.

GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke räumt ein, dass es den GöVB nicht möglich gewesen sei an den rund 500 Haltestellen im Stadtgebiet Hinweise auf mögliche Fahrtausfälle auszuhängen. Unsere Disposition versucht bis zuletzt, ausfallende Fahrten auf ein Minimum zu reduzieren“, erläutert sie.

Der Krankenstand unter den GöVB-Mitarbeitern ist „nahezu unverändert hoch“, berichtet Gallinat-Mecke. Einen Grund für den hohen Krankenstand sieht Gallinat-Mecke unter anderem in den Baustellen in und um Göttingen, die ihre Fahrer unter Stress setzten. „Da wir immer noch am Limit sind, kann es durch zusätzliche Krankmeldungen doch zu Ausfällen kommen.“ Fahrgäste werden daher gebeten, sich vorab zu informieren“, erläutert die GöVB-Sprecherin. So könnten sich Fahrgäste sich im Kundenzentrum, Groner Straße 40, telefonisch unter 0551 / 38444 444, auf der Internetseite goevb.de und dem GöVB-Facebook-Profil informieren. Weiterhin seien die geplanten Ausfälle in der VSN-App und der Verbindungsauskunft als Störungsmeldung hinterlegt, erläutert Gallinat-Mecke.

Unterdessen sucht die GöVB „dringend Fahrer“. Infos zum Bewerbungsverfahren gibt es ebenfalls auf der Internetseite der GöVB. mib

Authored by: Blick Redaktion