Dreharbeiten  für neuen Tatort  starten in Nörten-Hardenberg
Drehbeginn am Landsitz Hardenberg: Maria Furtwängler und Florence Kasumba produzieren seit derzeit den neuen Tatort „Krieg im Kopf“.

Dreharbeiten für neuen Tatort starten in Nörten-Hardenberg

Die Dreharbeiten zum neuen Göttingen-Tatort haben begonnen. Maria Furtwängler und Florence Kasumba waren mit dem TV-Produktionsteam des NDR in Nörten-Hardenberg.

Lastwagen, ein Aufenthaltszelt, Absperrbänder: Die Filmproduktion auf dem gräflichen Landsitz der Hardenbergs ist nicht zu übersehen. Am Morgen geht es dort noch ruhig zu. Die beiden Hauptdarstellerinnen Maria Furtwängler und Florence Kasmuba tragen bereits ihr Ermittlerinnen-Outfit, den Trenchcoat und die Lederjacke. Deswegen scheucht die Kostümbildnerin die beiden Frauen schnell unter den Schirm, als der Regen beginnt. Die Kostüme sollen nicht nass werden.

In dem neuen Tatort-Streifen, so verrät es der NDR, geraten die Kommissarinnen Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) in ein Spinnennetz von Militärischem Abschirmdienst (MAD), Rüstungsindustrie und geheimer Hirnforschung. Die Tatort-Folge trägt den Arbeitstitel „Krieg im Kopf“. Gedreht wird noch bis zum 12. September in Göttingen und Umgebung sowie anschließend im Studio in Hamburg. Regie in dem Film führt Jobst Oetzmann nach einem Drehbuch von Christian Jeltsch, beide sind Grimme-Preis-Träger. Das Erste zeigt den neuen „Tatort“ aus Göttingen voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020.

„Wir drehen gleich im Anschluss in ein paar Wochen bereits den nächsten, den dritten Göttingen-Tatort“, sagt Christian Granderath, Fernsehfilmchef des NDR. Die Frage danach, ob es über die drei Göttingen-Tatort-Folgen hinaus weitere Krimiproduktionen in Südniedersachsen geben wird, beantwortet er mit: „Wir siedeln das hier an, mal gucken, wie lange es die Geschichten hergeben.“ „Wer weiß, vielleicht werden es sieben, vielleicht fünf“, sagt er.

Kasumba: „Die Stadt hat eine schöne Energie“

Maria Furtwängler jedenfalls freut sich über den Drehort. „Ich war im vergangenen Jahr während der Dreharbeiten schon hier im Burghotel und habe die Gegend erkundet – sie ist wunderschön“, sagt die Schauspielerin. Florence Kasumba hat Göttingen ebenfalls gefallen. „Die Stadt hat eine schöne Energie“, sagt sie. „Allerdings müsste ich mal drei Tage länger bleiben, um sie kennen zu lernen“, so die Berlinerin, die mit ihrer Familie in Berlin lebt. „Wir kommen meistens an, drehen den ganzen Tag und fahren wieder ab“, so die Schauspielerin. Dann ruft schon wieder die Maske. Ein bisschen Puder, raus aus den Steppjacken und rein ins Set. Die Drohne über dem Landsitz hat ihre Arbeit beendet, jetzt müssen die Schauspielerinnen ran.

Im Tatort spielen die beiden die Ermittlerinnen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz. Ein wenig verraten die Filmemacher schon vom Inhalt: „Der neue Fall beginnt für Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz mit einer schrecklichen Situation“, so der NDR. Ein unbekannter Mann überwältigt Charlotte Lindholm, setzt ihr ein Messer an den Hals und redet wirr von „Stimmen in seinem Kopf“ und dass jemand ihn jage. Als die Situation eskaliert, muss Anaïs Schmitz sich im Bruchteil einer Sekunde entscheiden: den Mann töten oder Charlottes Leben riskieren. Die weiteren Ermittlungen führen die beiden Kommissarinnen zu einem Auslandseinsatz der Bundeswehr in Mali und zum Thema Hirnforschung. Maria Furtwängler tritt am Dienstag bei den Dreharbeiten mit einer auf ihren Hals geschminkten Narbe vor die Kamera – demnach hat Charlotte Lindholm den Angriff überlebt.

Lindholm mit Narbe am Hals

Fünf Tage, so Granderath, sind für die Dreharbeiten zu „Krieg im Kopf“ in Göttingen und Umgebung eingeplant. „Rund 60 Statisten aus der Region sind dafür im Einsatz“, sagt Produzentin ist Iris Kiefer. Das gräfliche Landsitz wird im neuen Tatort als Seniorenheim dienen. „Meine Familie und ich freuen uns natürlich sehr, dass Dreharbeiten für den Tatort mit Kommissarin Charlotte Lindholm alias Maria Furtwängler – neben Göttingen – auch auf dem Gelände des Gräflichen Landsitz Hardenberg stattfinden“, sagt Carl Graf von Hardenberg. und weiter: „Wir sind schon sehr gespannt auf den zweiten Fall, den Furtwängler mit ihrer Kollegin in Göttingen hoffentlich aufdecken wird.“ bib

Authored by: Blick Redaktion