Panne bei der Polizei Göttingen: Pfefferspray verschwunden
Der Verlust von Ausrüstung und Waffen bei der Polizeiinsspektion Göttingen hält sich sehr in Grenzen. In den vergangenen Jahren ist lediglich ein Pfefferspray verschwunden.

Panne bei der Polizei Göttingen: Pfefferspray verschwunden

Hat die Polizei noch alle Waffen im Schrank? Flapsige Frage, ernste Angelegenheit: Bei der niedersächsischen Polizei sind Waffen und zahlreiche weitere Ausrüstungsgegenstände nicht mehr auffindbar. Das gab das Innenministerium bekannt. Entwarnung gibt es für den Bereich der Polizeiinspektion Göttingen.

Anfang August machte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) öffentlich, dass die Polizei in Celle seit mehreren Monaten eine Maschinenpistole samt Munition vermisst. Insgesamt wurden landesweit seit 2013 fünf weitere Dienstwaffen als verloren gemeldet. Zudem fehlen Munition, Schlagstöcke, Pfeffersprays oder auch Mobiltelefone und Tablets. Das geht aus einer Auflistung des Innenministeriums als Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag hervor.

Das Innenministerium erklärt in einer Mitteilung: Bei den unvorhersehbaren Einsatzlagen im Einsatz- und Streifendienst, aber auch bei geschlossenen Einsätzen komme es bedingt durch die Einsatzsituation vor, „dass Ausrüstungsgegenstände verloren gehen“. Oppositionspolitiker bezeichneten die Entwicklungen dennoch als „besorgniserregend“.

Hat die niedersächsische Polizei ein Sicherheitsproblem? Für den Bereich der Polizeiinspektion Göttingen lässt sich diese Frage im landesweiten Vergleich eindeutig verneinen. Das Innenministerium listet lediglich den Verlust eines Reizstoffsprühgeräts (RSG), besser bekannt als Pfefferspray, im Jahr 2016 auf. Die Polizeiinspektion bestätigte das auf Tageblatt-Anfrage.

„In der Polizeiinspektion Göttingen ist im Jahr 2016 ein Reizstoffsprühgerät während eines Soforteinsatzes im Streifendienst verloren gegangen und konnte trotz Absuche auch nicht wieder aufgefunden werden“, teilt eine Sprecherin mit.

Zudem werden vom Innenministerium acht Funkgeräte aufgelistet, deren Verbleib unklar sei. Hierzu erklärt die Sprecherin der Polizeiinspektion aber: „Aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit wurde diese Zahl bei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen abgefragt. Dabei wurde nicht unterschieden zwischen Funkgeräten, die nicht auffindbar sind und solchen, die nicht mehr einsatzfähig sind und deshalb ausgesondert wurden.“ Es seien zwar acht Geräte nicht mehr im Einsatz, jedoch sei keines davon jemals verloren gegangen. Gleiches gelte für Waffen sowie elektronische Geräte. fdo

Authored by: Blick Redaktion