Gothaer Haus in Göttingen: Abriss verzögert sich weiter
Für viele ein Schandfleck: Das sogenannte „Sägezahnhaus“, das ehemalige Gothaer Haus, an der Weender Straße soll abgerissen werden. Offen ist, wann.

Gothaer Haus in Göttingen: Abriss verzögert sich weiter

Und still ruht die Ruine: Nach wie vor ist offen, wann das ehemalige Gothaer Haus am Göttinger Carré abgerissen und das Grundstück neu bebaut wird. Eigentlich war ein Abriss bis Ende vergangenen Jahres geplant. „Unsere Planungen sind allerdings noch nicht fertig“, erklärte jetzt Ralf Bettges, Sprecher der Development Partner AG. Sie ist Eigentümer des 3150 Quadratmeter großen Areals an der Ecke Weender Straße und Jüdenstraße.

Nach bisherigen Informationen will „Development Partner AG“ aus Düsseldorf auf dem Grundstück ein neues Wohn- und Geschäftshaus bauen: mit Einzelhandel auf einer Fläche von etwa 7200 Quadratmetern und Mietwohnungen verschiedener Größen auf einer Gesamtfläche von 3500 Quadratmetern. Ausgeführt werden soll das Projekt vom Architekturbüro Weinmiller als Sieger eines Architektenwettbewerbes. Baubeginn sollte nach erster Einschätzung von Eigentümer und Architekt vor gut einem Jahr Mitte 2019 sein. Aber „so ein Projekt braucht einen langen Atem“, kommentierte Bettges jetzt die Verzögerung. Es müssten „unglaublich viele“ Faktoren miteinander abgestimmt werden. Vor diesem Hintergrund habe „Development Partner“ auch noch keinen Bauantrag bei der Stadt gestellt. Wann es konkret weiter geht und das alte Gothaer Haus abgerissen wird, sei zurzeit offen – „wir wollen da auch keinen Zeitpunkt nennen, bevor alles sicher geklärt ist“, so Bettges. Unterdessen wirbt „Development Panter“ im Internet für das geplante Geschäfts- und Wohnhaus „im nördlichen Bereich der Weender Straße vom Stadtkern bis zum City-Carré“. Der Bereich sei in den letzten Jahren aufgrund von der Neuansiedlung attraktiver Fillialunternehmen erheblich aufgewertet worden, heißt es weiter. Das jetzt geplante Projekt werde „diese Handelslage zusätzlich positiv beeinflussen“. Vor gut einem Jahr haben die Baupolitiker des Rates erste vorgestellte Pläne für das Areal überwiegend positiv bewertet.

Das alte Gebäude mit seiner auffälligen Sägezahn-Fassade aus Betonplatten ist unterdessen komplett geräumt. Auf dem einstigen Parkplatz an der Ostseite haben Archäologen vorsorglich bereits nach Relikten aus der früheren Stadtgeschichte gegraben. us

Authored by: Blick Redaktion