Suppe satt auf dem Marktplatz
Genuss für alle Generationen: Die Erbsensuppeschmeckt auch der zweieinhalbjährigen Amelie.

Suppe satt auf dem Marktplatz

Zu den Helfern an der Kelle zählten auch Jasmin Kaatz (Pressestelle der Polizei) und ihr Kollege Rainer Nolte (Leiter Einsatz, Polizei Göttingen). Sie teilten Seite an Seite mit dem ehemalige Basketballprofi Uli Frank sowie Ex-Zweitliga-Handballer Volker Hempfing (Leiter des Baubetriebshof der Stadtverwaltung) ordentlich aus. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Nolte nach seinem Einsatz. Der Polizist war in diesem Jahr erstmals im Suppen-Einsatz.

Viele andere der Prominenten sind, wie der Grünen-Politiker Jürgen Trittin, seit vielen, vielen Jahren auf dem Marktplatz für bedürftige Göttinger tätig. „Ich weiß nicht mehr genau, wann ich das erste Mal mitgemacht habe“, sagte Trittin, „aber es ist schon lange her“. Er schöpfte Seite an Seite mit Andreas Gruber (Geschäftsführer der GöSF) und den beiden Bankern Hans-Christian Reuß (Vorstand der Volksbank Kassel Göttingen) und Rainer Hald (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen) Suppe auf Teller und in Tupper-Dosen. Ebenfalls zum ersten Mal stand das neue Gänseliesel Jana Domeyer als Helferin im Zeichen der Erbsensuppe am Stand. „Das war richtig cool“, sagte sie, nachdem ihr Einsatz erledigt war. Rolf Döring (Vorstand der VR-Bank Mitte), SPD-Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) und Christian Schmetz (CDU, Kämmerer der Stadt Göttingen) waren bereits in den Vorjahren als tatkräftige Helfer auf dem Markt im Einsatz.

Gegen Mittag ließen sich auch Ingrid Ellies-Henneking und Ingrid Nerlund je einen Teller Erbsensuppe schmecken. Für die beiden Damen ist der Besuch beim Erbsensuppen-Essen seit vielen Jahren ein fester Termin in ihrem Kalender. Beiden Frauen schmeckte die Suppe, aber in einer Sache gingen die Meinungen doch auseinander. „Speck gehört für mich ja dazu“, sagte Ellies-Henneking. Nerlund fand die Suppe auch ohne Fleisch richtig lecker, sie verzichtete auch auf das Würstchen. Für die beiden Göttingerinnen ist die Aktion auch eine Gelegenheit, um Freunde zu treffen – wie das Ehepaar, das gegenüber auf der Bank Platz nahm. Die Erbsensuppe, die auf großen Töpfen ausgegeben wurde, ist vegan. Das Brot als Beilage sponserte die Bäckerei Ruch. Im vergangenen Jahr genossen die Göttinger 2000 Portionen Erbsensuppe. „Dank des Wetters war etwas weniger Betrieb als im Vorjahr“, sagte Benjamin Wolff, von der Göttinger Festfabrik, der Veranstaltungsagentur des Tageblatts und Organisator der Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“. Bereits am Freitag, 1. November, gab es eine ähnliche Aktion in Duderstadt, ebenfalls für „Keiner soll einsam sein“. Dort gab es in diesem Jahr Grünkohl.

Während auf dem Göttinger Markt die letzten Würstchen im Teller landeten, schleppte Sven Koppitz vom DRK noch zwei Container Suppe an die Ausgabestation. Für die letzten Gäste, die nach 13 Uhr kamen, hieß es zwar laut Gruber „es ist noch Suppe da“. Die 800 Würstchen aber waren mittlerweile verputzt. bib

Authored by: Blick Redaktion