Erbsensuppe für den guten Zweck: Im „Kauf Park“ wird gelöffelt
Benefiz-Suppenaktion für „Keiner soll einsam sein“ im „Kauf Park“: Diethard und Eva Maria Dreher lassen es sich schmecken.

Erbsensuppe für den guten Zweck: Im „Kauf Park“ wird gelöffelt

Pünktlich um 10 Uhr hatte Moderator Markus Riese die Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ im Göttinger „Kauf Park“ eröffnet. Die ersten Kunden warteten bereits auf ihre Portion Erbsensuppe für den guten Zweck. „Ich finde diese Aktion toll, es ist so eine schöne Tradition“, sagte Heidi Brückner, die sich von Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr drei Portionen Suppe in eine Tupperdose schöpfen ließ. Bruno Jacobi kaufte sich ebenfalls gleich zu Beginn eine Portion Erbsensuppe. „Für mich ist das schon das Mittagessen“, sagte er. Auch Martin Schmidt zählte zu den ersten Gästen. „Ich gebe immer einen Euro Trinkgeld für die Hilfsaktion“, sagte er. Seit vielen Jahren ist er Gast der Aktion, statt vier bringe er stets fünf Euro mit. Das SPD-Team Sterr und Landrat Bernhard Reuter wurden an der Nachbarstation von Kreisrat Marcel Riethig und der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt tatkräftig unterstützt.

Wie schon beim ersten Essen vor 14 Tagen in der City vor dem Alten Rathaus bereiteten die Köche der Campus-Gastronomie des Studentenwerks die vegane Erbsensuppe zu. Wer mochte, bekam kleine Bockwürstchen dazu. Die Mitarbeiter des DRK unterstützten den Ausschank wieder tatkräftig. Die zweite Schicht an der Keller übernahmen Ralf Bartens vom Landvolk, Frederike Breyer (Geschäftsführerin Pro City), Matthias Eilers (Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld) und Thomas Brandes (Bürgermeister des Flecken Bovenden). Bartens sprang für seinen erkrankten Kollegen Achim Hübner ein. „Es hat alles gut geklappt, nichts ist schief gegangen“, sagte Bartes nach seinem Einsatz. Er war das erste Mal an der Schöpfkelle tätig – an der Seite von Breyer. Auch Brandes war zum ersten Mal dabei, er schöpfte im Team mit Eilers. „Das hat wirklich viel Spaß gemacht, ich könnte glatt noch weiter machen“, sagte Brandes nach getaner Arbeit.

Kauf-Park-Chef Jürgen Brunke freute sich besonders, dass Pro-City-Geschäftsführerin Breyer im Kauf Park den Löffel schwang. Die Frage von Moderator Riese, ob die Innenstadt und der Kauf Park an gemeinsamen Aktionen arbeiteten, ließen die beiden noch offen. „Wir reden miteinander“, so Brunke. Ein wenig wunderte sich der Manager, wie viele Menschen schon um 10 Uhr Erbsensuppe orderten und gleich vor Ort verputzten. Der Erlös der Erbsensuppe kommt bedürftigen Göttingern zu Gute. Menschen, die in der Region leben und Unterstützung benötigen, profitieren davon. Der stellvertretende Chefredakteur des Göttinger Tageblatts, Christoph Oppermann, teilte ebenfalls Suppe aus. Auch er freute ich über de tolle Resonanz der Gäste und die Unterstützung aller Helfer. „Wir werden auch im kommenden Jahre wieder die Tageblatt-Weihnachtshilfe organisieren“, sagte er.

Zwei, die schon seit vielen, vielen Jahren stets zum Erbsensuppenessen kommen, sind Eva Maria und Diethard Dreher. „Die Suppe ist sehr lecker“, findet Eva Maria. Ihr Mann stimmt zu. Der Fleischer im Ruhestand weiß, was gut ist. Die Suppe, gekocht in großen Kesseln, schmeckt ihm – mit Würstchen. De beiden genießen ihre Portion am Tisch. Michael Sperlich ordert acht Portionen. De nimmt er mit nach Hause, um sie mit der eritreischen Pflegetochter Kokob, der Familie und Freunden aus Eritrea zu verspeisen. Er sei in der Kirchengemeinde Gemeinde Maria Frieden engagiert, dort habe er seine Freunde aus Eritrea kennengelernt, erzählt Sperlich.

Neu an der Kelle – und in Göttingen – ist Sven Halfar, Geschäftsführer des Göttinger Symphonie-Orchesters. Er teilte gemeinsam mit Inke Teuteberg vom Verband der Landfrauen Erbsensuppe aus. Bereits erfahren an der Suppenstation ist Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Er teilte die Ausgabestation mit Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs.

Riese erklärte, wann welche bekannten Göttinger ihren Dienst an der Suppe hatten. Ein Gast war extra wegen des neuen Gänseliesels – Jana Domeyer – gekommen. Erst als sie gegen Mittag die Schürze umgebunden hatte, orderte er Suppe. Zuvor noch waren Superintendent Friedrich Selter (Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Göttingen), Gerd Rappenecker (Vorstand Stadtwerke Göttingen), und die ehemalige Kreishandwerksmeisterin und Unterstützerin der Aktion, Katja Thiele-Hann (Bäckerei Thiele) mit Brunke an der Suppentheke im Einsatz.

Ebenfalls langjähriger Unterstützer der Tageblatt-Weihnachtshilfe ist die PSD-Bank. Vorstandssprecher Carsten Graf teilte Seite an Seite mit dem Gänseliesel aus. Christoph Oppermann und der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn besetzten die Nachbarstation.

Die Spätschicht an der Erbsensuppe übernahm erstmals der neue Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen, Wolfgang Brück. An seiner Seite schöpfte die bereits in dieser Angelegenheit erfahrene Petra Reußner (Geschäftsführerin des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Göttingen-Northeim). Ebenfalls Novizin an der Kelle aber mit Schwung bei der Sache war Tine Tiedemann (Musa Göttingen) die mit Frank Wiegelmann (Vorstand Stadtwerke Göttingen) an der Suppenausgabe arbeitete. bib

Authored by: Blick Redaktion