Projekt „Alte Synagoge in Einbeck“ bekommt finanzielle Unterstützung
Projekt „Alte Synagoge in Einbeck“ bekommt finanzielle Unterstützung: Die Restaurierungsarbeiten am Gotteshaus haben bereits begonnen.

Projekt „Alte Synagoge in Einbeck“ bekommt finanzielle Unterstützung

Einen symbolischen Fördervertrag über 25 000 Euro hat Dietrich Bukart, Ortskurator Hameln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Joachim Voges überreicht. Der zweite Vorsitzende des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck nahm die Zuwendung entgegen. Im Frühjahr hat die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim 50 000 Euro für den Innenausbau der Synagoge zur Verfügung gestellt.

Ursprünglich zwischen 1797 und 1803 im Hinterhof der jüdischen Schule errichtet, war die Synagoge das erste jüdische Gotteshaus Einbecks. Mit dem Bau einer neuen, größeren Synagoge verlor das nach Ständerbauweise errichtete Gotteshaus jedoch seine Daseinsberechtigung, wurde verkauft und daraufhin zu Wohnzwecken umgebaut. Möglich gemacht hat die Rekonstruktion jetzt erst ein Forschungsauftrag der Technischen Universität Braunschweig, da die ursprüngliche Gestaltung des Gotteshauses mit der Zeit verloren gegangen war und so von Neuem ermittelt werden musste. Die Synagoge ist heute im Besitz eines lokalen Vereins, der den historischen Fachwerkbau als Identifikationssymbol des Ortes dazugewinnen möchte.

Seinen ursprünglichen gelben Anstrich zurückbekommen hat das Bauwerk schon jetzt. Bereits abgeschlossen sind außerdem die Entfernung der Einbauten, die nachträglich zur Nutzung des Gebäudes als Wohnraum hinzugefügt wurden sowie ein neuer Betonboden.

Darüber hinaus hieß es jedoch, dass noch weitere Restaurationsarbeiten und die möglichst originalgetreue Wiederherstellung der Frauenempore ausgeführt werden müssen. Auf Anregung der DSD entschied sich der Förderverein Alte Synagoge in Einbeck dazu, einige historische Elemente, wie die Spuren einer Treppe des Wohneinbaus oder die Zapfenlöcher der alten Empore zu bewahren. Der Verlust der Geschichte und des Charmes des antiken Bauwerks solle so verhindert werden. Möglich gemacht wurde die Finanzspritze erst durch Spenden und Mittel der Lotterie Glücksspirale, die bei der Übergabe durch Petra Kristin Bonitz von der Lottogesellschaft Niedersachsen vertreten wurde.

Authored by: Blick Redaktion