„Sport meets Music“ begeistert knapp 1000 Zuschauer
Unterwasserballett mit GSO-Begleitung auf dem Parkett: Erstmals gastiert Sport meets Music nicht in der Stadthalle, sondern in der Sparkassen-Arena auf dem Schützenplatz.

„Sport meets Music“ begeistert knapp 1000 Zuschauer

Bewährtes Format in neuer Location: Die siebte Auflage der Benefizgala „Sport meets Music“ begeisterte am Sonntagabend rund 1000 Zuschauer in der Sparkassen-Arena. Der Erlös des Events fließt in die Förderung des Göttinger Jugendsports.

Punkt 18 Uhr betraten die Protagonisten des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) ihre Plätze. Vor einer vollen Tribüne in der Sparkassen-Arena übernahm, nach einem kurzen musikalischen Intro, Moderator Dennie Klose, der kurzweilig durch den Abend führte. „Sie können ein abwechslungsreiches Programm erwarten“, versprach der Entertainer – er sollte Recht behalten.

Begleitet von Samba-Klängen der Gruppe „Sambatida“ vom SC Hainberg marschierten die „Gladiatoren des Abends“ (Zitat Klose) ein. Rund 300 Mitwirkende aus acht Göttinger Sportvereinen präsentierten sich unter tosendem Applaus dem Publikum. „Ein großer Dank gilt dem GSO und dem Stadtsportbund und natürlich auch den Sportlern“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seiner Eröffnungsrede. „Musik und Sport ist eine Erfolgsgeschichte in Göttingen. Das GSO ist Träger der Musik in der Stadt“, ergänzte Köhler.

„Die Reise beginnt, und wir treffen sogar Superhelden“, gab Klose einen kleinen Vorgeschmack auf das unterhaltsame und abwechslungsreiche Programm. Den Anfang machte die Vertikalakrobatin Christa Idel vom Tuspo Weende, die zu Beginn ihres Studiums in Göttingen eigentlich Einradfahren lernen wollte. In einer beeindruckenden Vorstellung wickelte sich Idel in ein an der Hallendecke befestigtes Tuch ein, machte Salti und sogar einen Spagat in luftiger Höhe. Passend zur Filmmusik „Wonder Woman“ zeigte die Akrobatin ein spektakuläres Finale.

„Wir haben keine Regie – das zeichnet uns aus. Für so einen Auftritt üben wir etwa drei Monate“, sagte einer der Akteure der Kaz-Akrobaten, die zu sanften Streicherklängen von Henry Purcells „Chaccone in G Minor“ eine tolle Show ablieferten.

Auch der neue GSO-Dirigent Nicholas Milton schwang nicht nur den bekannten Taktstock, sondern fieberte mit den engagierten Sportlern mit. „Es macht soviel Spaß. Nach dem Auftritt der Göttinger Comedy Company, die sich mit dem Thema Abnehmen beschäftige, gab die nächste Premiere auf der Bühne – die Mountainbiker des Tuspo Weende. Die jungen Radfahrer imitierten den heutigen Alltag eines Jugendlichen, das Handy. Nachdem diese im Mülleimer entsorgt waren, schwangen sich aufs Rad, zeigten Figuren während der Fahrt und sprangen als Abschluss über Hindernisse. Zwar ohne die musikalische Unterstützung des GSO, aber mit dem Coverhit „Toxic“ von Britney Spears zeigte die Jazzdance-Gruppe des Tuspo Weende ihre Darbietung im passenden roten Outfit. Zu George Ezras „Shotgun“ sang der Unterstufenchor des Otto-Hahn-Gymnasium.

„Es ist eine der schönsten Veranstaltungen des GSO und zugleich Werbung für den Sport und die klassische Musik“, befand Andreas Gruber, ehemaliger Vorsitzender des Stadtsportbundes und Mitinitiator der Veranstaltung. Zur Musik der amerikanischen Literaturverfilmung „Forrest Gump“ zeigte der Nachwuchs des 1. Rollkunstclubs Göttingen seine Künste.

Mit einer spektakulären und akrobatischen turnerischen Darbietung zu „Spiderman“ von James Horner stellten die Athleten des Tuspo Weende passend zum Film den Kampf „Gut gegen Böse“ dar. Sehr klassisch wurde es dann beim „Blumenwalzer“von Tschaikowsky, zu dem das Unterwasserballett des ASC 46 auftrat. Für die verhinderten Wrestler des ASC sprangen die Rope Skipper des TV Roringen – mit Bravur. Zum Finale bat Moderator Klose alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne. Mit dem „Fluch der Karibik“ inszenierten das GSO einen gebührenden Abschluss.

Authored by: Blick Redaktion